Mit einem Schwungseil, oder auch Battle Rope genannt, bekommt ihr ein tolles Trainingsgerät, welches besonders im Bereich des Functional Trainings viele Anhänger hat. Richtig eingesetzt könnt ihr mit dem Tau, durch verschiedene Schwungtechniken, eure Muskeln zum Brennen bringen. Das Capital Sports Corope Schwungseil überzeugt durch eine hervorragende Verarbeitung, gute Griffigkeit und einer Verfügbarkeit in unterschiedlichen Längen. Mir wurde für diesen Test das Battle Rope in der 9 Meter-Variante von der Firma Capital Sports zur Verfügung gestellt. Das Rope bekommt ihr aber auch in 12 oder 15 Metern Länge. Wie ihr mit dem Schwungseil richtig trainiert, welche Muskeln angesprochen werden und ob das Corope im Training überzeugen konnte, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Testbericht. Erhältlich ist das Corope Schwungtau ab ca. 70 Euro (9 m).

Design und Verarbeitung

Das Corope Tau wird in einem relativ kompakten Karton direkt zu euch nach Hause geliefert. Im Karton befindet sich mit einem kleinen Seil zusammengebunden das Tau. Dieses ist vom Design komplett in schwarzer Farbe gehalten. Die 9 m-Variante wiegt 7,8 kg und ist mit diesem Gewicht sowohl noch gut transportabel, als auch kompakt zu verstauen.

Das komplette Rope ist von einem Polyester Schutz umgeben, welcher mittig mit einem weißen „Capital Sports“ Schriftzug versehen ist. Die Seilenden sind mit Kunststoff versehen, so dass hier ein Ausfransen verhindert wird.

Das Battle Rope hat einen Durchmesser von 3,8 cm, so dass die Griffe auch mit kleineren Händen noch sicher und fest gegriffen werden können. Die Griffe sind über einem Metallring mit dem Seil jeweils durch zwei Kreuzschlitz-Schrauben mit dem Tau verbunden. Über diese können die Griffe sicher fixiert werden.

Die Kunststoff-Griffe bieten auch ohne das ihr Handschuhe tragen müsst einen guten Grip. Das gesamte Rope wirkt hochwertig und robust verarbeitet. Nur die Schrauben an den Griffen sollten vor der ersten Verwendung noch einmal nachgezogen werden. Bei dem verwendeten Seil handelt es sich um ein dreischlägiges Seil aus Nylon und Hanf.

Welche Variante nehme ich?

Ihr möchtet euch ein Battle Rope kaufen und seid euch nicht sicher, welche der drei Varianten für euch die Richtige ist? Für Anfänger empfehle ich ganz klar die 9-Meter-Variante, da diese in Bewegung ausreichend Schwungmasse bietet. Die beiden längeren Varianten sind eher etwas für Fortgeschrittene, die schon Erfahrung mit dem Seil-Training haben. Die längeren Varianten bedeuten auch gleichzeitig mehr Gewicht, so dass Anfänger hier schnell den Spaß verlieren. Die Intensität des Trainings mit dem Battle Rope wird von den meisten am Anfang unterschätzt – das Training kann extrem anstrengend sein! Zudem eignet sich die 9 Meter Variante auch hervorragend für den Indoor-Bereich, da ihr hier weniger Platz benötigt. Wenn ihr im Bereich des Functional Trainings schon eure Erfahrungen gemacht habt und überdurchschnittlich fit seid, könnt ihr aber auch zur 12 oder 15 Meter Variante greifen. Diese wiegen 10,3 und 12,8 kg bei gleichem Seil-Durchmesser.

Die 9-Meter-Variante reicht für Anfänger aus

Training mit dem Tau

Das Training mit einem Tau bzw. Battle Rope kann sehr intensiv und fordernd sein. Von unerfahrenen Sportlern wird die Intensität meistens unterschätzt. Durch verschiedene Schwungtechniken können viele Muskeln gleichzeitig angesprochen und trainiert werden.

Das Rope lässt sich hervorragend greifen

Im Bereich des Functional Trainings ist das Schwungseil-Training ein fester Bestandteil. Wichtig beim Training ist es, das ihr euren Rumpf nicht zu stark bewegt und den Bauch und die Hüfte während des Schwingens anspannt. Ihr habt die Möglichkeit mit einer kleineren Aplitude (kleine Wellen) oder einer größeren Amplitude (große Wellen) zu trainieren. Bei den großen Wellen werden noch mehr Muskeln angesprochen und der Körper kommt schnell in die hohen Pulsbereiche. Ein Vorteil vom Training mit dem Schwungseil ist, das es für jeden sehr leicht zu erlernen ist. Ihr kommt bei den Seilschwüngen nämlich immer direkt ein Feedback vom Seil – wirft das Seil durchgehend Wellen macht ihr alles richtig.

Befestigung des Battle Ropes

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Battle Rope zu befestigen. Es gibt spezielle Bodenanker, welche ihr euch kaufen könnt. Allerdings ist so ein Haken für die Verwendung nicht unbedingt notwendig. Ein massiver Baum, ein Pfosten von einem Fußballtor oder einer Parkbank reicht zur Befestigung aus. Das Rope wird einfach locker um den Pfosten geworfen, der Capital Sports-Schriftzug befindet sich ungefähr mittig des Ropes- schon kann das Training beginnen.

Hohe Qualität, einfache Reinigung

Die hohe Qualität des Corope Schwungseils kommt besonders beim Training zum Tragen. Das Tau ist nicht steif, sondern ließ sich direkt vom ersten Training an sauber und perfekt schwingen – das habe ich bei anderen Herstellern schon anders erlebt. So braucht dieses Battle Rope keine „Einschwing“-Zeit bis es die erste Steifigkeit verliert. Auch sonst hat das Rope hier gezeigt, dass es äußerst robust ist. Wir haben das Battle Rope primär im Outdoor-Bereich getestet.

Hier musste sich das Corope Tau auch bei nassem regnerischem Wetter und schmutzigen harten Böden beweisen. Auch die harten Böden haben an dem Tau auch nach mehrmaligem Einsatz keine sichtbaren Schäden verursacht. Nach den Trainingseinheiten war das Rope meist nass und auch ein bisschen schmutzig vom Boden. Hier hat der Polyester-Mantel, der das Seil rundum umgibt, ganze Arbeit geleistet. Der Schutz lässt sich im direkten Vergleich doch deutlich einfacher reinigen, als ein Battle Rope ohne den Schutz.

Grundübungen

Mit einem Battle Rope lässt sich vielfältiger trainieren als die meisten anfangs vermuten. Es lassen sich ganze Trainingsstunden ausfüllen, ohne dass eine Übung mehrmals gemacht werden muss. Ihr könnt einarmig oder beidarmig trainieren, das Tau unterschiedlich halten oder euch beim Schwingen noch zusätzlich bewegen. Letzteres ist aber eher etwas für Fortgeschrittene. Anfangs werden ihr genug damit zu tun haben durch die Schwungbewegungen nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Das Training mit einem Rope erfordert viel Spannung in der gesamten Muskulatur – ganz nebenbei ist es auch noch ein hervorragendes Cardio-Training. Ich möchte euch an dieser Stelle fünf Grundübungen vorstellen, mit welcher ihr in die Welt des Schwungseil-Trainings einsteigen könnt.

Alternating Waves (abwechselnde Wellen)

Die Standard-Übung, welcher wohl jeder als erstes mit dem Battle Rope ausprobiert. Ihr greift das Seil im Standard-Griff an den Griffenden und schlagt abwechselnd Wellen. Das Seil gibt euch direkt ein Feedback, ob ihr die Übung richtig ausführt. Ihr könnt hierbei zwischen kleineren und größeren Wellen variieren.

Up an Down Waves

Genau wie bei den Alternating Waves schlagt ihr hier Wellen. Allerdings macht ihr die Wellen nicht abwechselnd, sondern mit beiden Armen gleichzeitig. Auch hier könnt ihr wieder variieren und die Frequenz erhöhen oder verringern.

Slam

Beim Slam arbeitet ihr auch mit beiden Armen gleichzeitig. Allerdings haltet ihr das Rope hierbei in der Joystick-Haltung. Jetzt reißt ihr eure Arme in die Höhe und schlagt das Seil mit ordentlich Power zurück auf den Boden. Wiederholt diese Übung mehrmals hintereinander und arbeitet mit ordentlich Kraft.

Inside/Outside Circles

Ihr könnt mit dem Rope auch Kreise nach innen und außen machen. Schwenkt hierbei eure Arme in einer Kreisbewegung gleichzeitig nach innen oder außen, um das Seil zum schwingen zu bringen.

In and Out Waves

Statt die Arme wie bei den Standard-Waves auf und ab zu bewegen, bewegt ihr bei den In and Out Waves eure Arme nach links und rechts.

Was kann mit einem Tau trainiert werden?

Mit einem Rope, wie dem Corope Tau von Capital Sports kann besonders vielfältig trainiert werden. Neben der Kraftausdauer werden auch der Rumpf und das Gleichgewicht trainiert. Mit jeder Welle wird der Körper aus dem Gleichgewicht gebracht und muss gegensteuern. Ganz nebenbei trainiert ihr beim Training auch noch eure Griffkraft.

Das Training mit dem „wilden Seil“ dürfte besonders für OCR-Event-Teilnehmer (Obstacle Course Racing – Hindernisläufer) interessant sein. Das Training spricht viele Muskelgruppen an, die zum Klettern, Hangeln oder dem Bewältigen anderer herausfordernder Hindernisse benötigt werden. Ganz nebenbei verbessert ihr mit dem Rope noch eure Kraftausdauer. Meiner Meinung nach eignet sich das Battle Rope dadurch hervorragend für das OCR-Training.

Das Training mit dem Battle Rope spricht viele Muskeln gleichzeitig an

Weitere Verwendungsmöglichkeit

Das Corope Battle Rope kann auch als Kletterseil oder zum Tauziehen verwendet werden. Das Seil hat genug Stabilität, das auch eine erwachsene Person problemlos an dem Seil nach oben klettern kann. Für ein Team-Building und Kräftemessen kann mit dem Seil auch Tauziehen gemacht werden.

Transportfähigkeit

Das Seil hat insgesamt eine hervorragende Flexibilität, so dass es sich nach dem Training einfach wieder kompakt zusammenrollen lässt. Mit den knapp 8 kg ist es auch nicht zu schwer, um es mit zum Trainingsplatz um die Ecke zu nehmen. Auch in einem großen Rucksack findet das Corope Battle Rope Platz. Dieses ist ein weiterer Vorteil von der kleinen 9-Meter-Variante.

Fazit

Alles in allem bin ich von dem Corope Battle Rope von Capital Sports sehr begeistert. Von Anfang an lies sich mit dem Schwungseil sauber trainieren, ohne dass beim Seil eine Steifigkeit vorhanden war. Der Polyester-Schutz schützt das Tau beim Training perfekt vor Schmutz oder Schäden. Der Seildurchmesser ist gut gewählt, so dass auch mit etwas kleineren Händen noch an den Griffenden genug Halt vorhanden ist. Die Verarbeitung ist absolut erstklassig. Die Griffenden bietet ausreichend Grip und halten mit den zwei Schrauben sicher am Seil. Da eine Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Seil-Längen besteht, ist es sowohl für Anfänger, als auch für Battle Rope Profis bestens geeignet. Allgemein zu dem Training mit dem Schwungseil brauche ich nicht mehr viel zu sagen: Es ist die perfekte Kombination von Cardio- und Krafttraining und macht nebenbei noch eine ganze Menge Spaß! Ich kann euch das Battle Rope und das Training mit diesem nur empfehlen.

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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