Die Gibbon Slackapp ist eine App, die einen auf der Slackline begleiten soll und einem Schritt für Schritt das Slacken beibringen soll. Wir haben die App ausprobiert und ausführlich unter die Lupe genommen. Gelingt es uns, als absoluten Slackline-Neueinsteigern, mit der App das Slacken zu erlernen? Wie werden die Fortschritte dokumentiert und wie motiviert bleiben wir mit der App? Außerdem finden wir heraus, wie übersichtlich und ausgereift die Gibbon App ist und wie sich diese im Alltag bedienen lässt. Über mehrere Wochen haben wir mit der App gearbeitet und für euch unseren Weg mit der App und auf der Slackline festgehalten.

Herunterladen und Einrichten

Die Gibbon App gibt es sowohl für Android-, als auch für iOS Geräte. Die Slackline App ist komplett kostenlos im jeweiligen App-Store zu finden. Wir haben im nachfolgenden die Android-Version getestet. Die App stammt von Gibbon Slacklines und soll eine optimale Ergänzung zu den erhältlichen Gibbon Slacklines bieten. Das Herunterladen und Einrichten der App war in wenigen Minuten erledigt. Für die Verwendung der App muss ein kostenloser Account angelegt werden. Der Einfachheit halber habe ich einfach die Registrierung via Facebook gewählt. Bei Angabe von E-Mail und Namen kann aber auch schnell ein Profil ohne Facebook-Pflicht angelegt werden.

Skill und Slackline

Bevor ich mir die Gibbon App genauer ansehen konnte, wurde ich in der App nach meinem Skill-Level gefragt. Anfänger, Fortgeschritten oder Profi. Für mich als blutigen Anfänger war die Entscheidung hier einfach. Danach musste ich angeben welche Slackline ich besitze. In der Übersicht standen alle verfügbaren Gibbon-Slacklines mit Bild zur Auswahl. Solltet ihr eine Slackline eines anderen Herstellers haben ist dieses für die Verwendung der App aber kein Problem. Die Slackline, die ihr besitzt, taucht später vermutlich im Community-Profil auf. Danach wurden mir automatisch die Anfänger Tutorials vorgeschlagen. Nach einigen kurzen Hinweisen zur Bedienung der App konnte es auch direkt los gehen!

Die ersten Schritte auf der Slackline

Bevor ich mir die App genauer anschaute, wollte ich natürlich endlich auf die Slackline. Da ich ohnehin direkt zu den „Beginner Tutorials“ weitergeleitet wurde, spannte ich das erste Mal die Gibbon-Slackline zwischen zwei Bäumen auf. Doch bevor ich mich auf die Slackline wagen konnte, musste ich erst einmal zwei „Vorbereitungsübungen“ absolvieren. Diese sollten mein Gleichgewichtssinn trainieren. Also musste die Slackline erst einmal warten.

Nachdem ich die Übungen erfolgreich absolviert hatte, ging es ab Übung 3 endlich auf die Slackline. Ich sollte bis zu 10 mal, mit jedem Bein, auf die Slackline aufsteigen und mich für mindestens 2 Sekunden dort halten. Klingt einfacher als es ist.

Trotz Absolvieren der Vorbereitungsübungen und gutem Fitness-Level war das Aufsteigen auf die Slackline anfangs eine richtige Herausforderung. Meine Beine zitterten bei der ersten Berührung mit der Slackline, so dass ein Aufsteigen unmöglich erschien. Doch ich probierte es immer und immer wieder und konnte die Übung tatsächlich nach 15 Minuten erfolgreich absolvieren.

Ich war begeistert von den schnellen Fortschritten, die ich mit der App und auf der Slackline machte. Die Übungen waren perfekt erklärt. Bei Tipps und Tricks gab es für mich als Anfänger wirklich hilfreiche Hinweise, die mir das „Bestehen“ der Übung erst ermöglichten. Die nächste Übung, bei welcher ich 10 Sekunden mit meinem stärkeren Bein auf der Slackline balancieren sollte, schaffte ich den ersten Tag nicht mehr, da die Dunkelheit an dem kalten Herbsttag mittlerweile einsetzte. Dennoch zog ich ein positives Fazit am ersten Tag mit der App und der Slackline.

Das bietet die Gibbon App

Neben den eben schon angesprochenen „Anfänger Tutorials„, die einen Schritt für Schritt auf der Slackline begleiten und besonders für Anfänger gedacht sind, gibt es auch noch „Fitness Tutorials„, bei welchen du bestimmte Körperregionen mit Slackline-Übungen gezielt trainieren kannst. Außerdem stehen in der App auch sogenannte „Trickline Tutorials“ zur Auswahl. Hier kannst du einige Tricks lernen, die auf der Slackline möglich sind.

Die jeweiligen Rubriken lassen sich über ein kleines Menü auswählen, welches sich links in der App öffnen lässt. In diesem Menü findet du auch dein eigenes Profil und die erreichten „Punkte“ und Abzeichen, welche du durch absolvieren von Tutorials erhälst. Diese sollen die Motivation hoch halten. Auch lässt sich im Profil ein eigenes Profilbild hinzufügen. Du findest im Menü auch ein Produkthinweis auf alle erhältlichen Gibbon-Slacklines und einen Unterpunkt, der „Gibbon Community“ heißt.

In dem letzteren kannst du dir Neuigkeiten über Slacklines, Events, Tricks und spektakuläre Bilder von „Pro Athletes“ anzeigen lassen. Insgesamt funktioniert das Scrollen durch die App ziemlich flüssig. Untermenüs und Einstellmöglichkeiten werden mit wenig Suche schnell gefunden. Die App ist, bis auf wenige Unterpunkte, komplett in deutscher Sprache. Dieses erleichtert besonders Neueinsteigern den Weg zum Erfolgreichen Slacken.

Videotutorials und Erklärungen

Bei den einzelnen Übungen die du auswählst, erhälst du immer einen ausführlichen Beschreibungstext. In diesem sind die „Aufgabe„, „Anleitung“ und mögliche Fehler und Probleme beschrieben. Wem das nicht ausreicht hat die Möglichkeit sich ein Video-Tutorial herunterzuladen. Das Herunterladen dauert, je nach Datenverbindung, immer etwas Zeit. Das Video ist einfach gehalten, zeigt aber verständlich die jeweilige Übung. Wer mit einem Partner zusammen trainiert kann so direkt die eigene Übungsausführung mit der aus dem Video vergleichen.

Videobeweis für erfolgreiche Übungen

Sobald ihr eine Übung beherrscht und diese sauber absolvieren könnt, habt ihr zwei Möglichkeiten zur nächsten Übung zu springen. Entweder ihr wählt einfach über einen kleinen Button „Erledigt“ aus und erhaltet dafür eure Punkte oder ihr ladet einen Videobeweis hoch. Der Videobeweis ist keine Pflicht bringt euch aber deutlich mehr Skill-Punkte in eurem Profil als das einfache „Erledigt“. Allerdings funktionierte im Test das uploaden des Videobeweises nicht wirklich. Immer wieder spuckte die App hier eine Fehlermeldung aus! Also mussten wir bei dem klassischen „Erledigt“ bleiben, obwohl wir doch zeigen wollten, dass wir die Übung auch richtig beherrschen und das auch gerne zeigen.

Alle Übungen freigeschaltet

Wer nun darauf gehofft hat sich die einzelnen Übungen durch Punkte erst freischalten zu müssen, den muss ich leider enttäuschen. Es können von Anfang an, auch bei den Anfänger Tutorials, alle Übungen ausgewählt und gestartet werden. Auch merkt sich die App nicht bei welcher Übung ihr das letzte Mal aufgehört habt. Lediglich ein kleiner Hinweis unter der jeweiligen Übung mit dem Hinweis der verdienten Punkte, zeigt, dass ihr die Übung schon erledigt habt. Wer das Slacken richtig erlernen möchte sollte sich dennoch an die vorgegebene Übungsreihenfolge halten. Diese macht in meinen Augen Sinn und baut perfekt aufeinander auf.

Fitness-Tutorials für anstrengende Abwechslung

Das Slacken unglaublich anstrengend ist und die Beinmuskulatur zum Brennen bringt, habe ich schon am ersten Tag bei den Anfängerübungen gemerkt. Mit der Slackline können aber auch bequem ganze Fitness-Workouts absolviert werden. Für die in der Gibbon App genannten „Fitness-Tutorials“ musst du kein Slackline Profi sein, sondern kannst teilweise Bodyweight-Übungen mit der Slackline kombinieren. Du wählst vor Beginn des Workouts einfach den gewünschten Körperbereich (Arme, Beine oder Rumpf – Mehrfachauswahl möglich) und die Trainingsintensität (Einfach, Mittel oder schwer). Anschließend werden dir Übungen ausgegeben, die du beim Training absolvieren kannst. Die Übungen habe ich als sehr abwechlungsreich und anstrengend empfunden, da ein Training auf und mit der Slackline eine ganz neue Trainingserfahrung ist. Auch hier lässt sich für jede Übung ein Videotutorial anschauen, so dass eine richtige Übungsausführung garantiert ist. Wenn du die einzelnen Übungen beherrscht kannst du dir auch hierfür wieder die „Erledigt-Punkte“ abholen.

Fortschritte auf der Slackline

Ich war nach meinen ersten Versuchen auf der Slackline äußerst begeistert vom Fortschritt. Immer mehr wurde mir klar, das die Slackapp mir genau die richtigen Übungen am Anfang vorgeschlagen hatte und mich perfekt an das Slacken herangeführt hat. Alleine hätte ich wohl einfach stumpf probiert auf der Slackline zu laufen, wäre gescheitert und hätte garantiert keine Fortschritte gemacht. Die Motivation wäre komplett im Keller gewesen. Doch so weit sollte es gar nicht kommen. Ich übte weiter und wollte unbedingt die nächsten Übungen in der Gibbon App schaffen.

Die Aufgabe, die mir in der Slackapp gestellt wurde, wollte von mir unbedingt geschafft werden. So schaffte ich es unglaublich schnell 10 Sekunden auf dem stärkeren und schließlich auch auf dem schwächeren Bein auf der Slackline zu balancieren.

Was ich wenige Tage zuvor, mit zitternden Beinen, für unmöglich gehalten hatte, machte mein Körper jetzt völlig problemlos. Zudem hatte ich unglaublich viel Spaß am Slacken, da bei jedem Training auch deutlich sichtbare Fortschritte erkennbar waren. Obwohl ich nur ca. 30 Minuten am Tag an meinen Skills trainiert habe, sind meine Beine danach erschöpft und ich gehe glücklich mit einem sensationellen Fortschritt nach Hause.

Die ersten Schritte auf der Slackline

Schon am dritten Tag mit der Slackapp konnte ich auf der Slackline meine ersten Schritte machen. Was zwei Tage zuvor noch unvorstellbar war, lief am dritten Tag fast von alleine. Ich schaffte es tatsächlich einen Fuß vor den anderen zu setzen, ohne dass ich von der Slackline fiel. Ich machte die Schritte langsam und kontrolliert, genau so wie es in der App beschrieben wurde. Ich bin begeistert vom Slacken und der App! Natürlich werde ich weiter mit der Slackapp arbeiten und meine Skills verbessern. Es warten noch einige Anfänger Tutorials auf mich. Irgendwann werde ich mich dann natürlich auch an die Tricks wagen.

Fazit

Die Gibbon Slackapp bietet besonders Einsteigern die perfekten Anfänger-Übungen, um einen den richtigen dem Weg beim Slacken zu zeigen. Ich war blutiger Slackline-Anfänger und habe dank der vorgeschlagenen Übungen, schnell Fortschritte gemacht. Nach wenigen Tagen konnte ich schon auf der Slackline balancieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Fortschritte beim Training ohne richtige Anleitung nicht so extrem gewesen wären. Auch wenn die App hier und da noch kleinere Fehler hat (kein Videobeweis), gefällt sie mir von der Bedienung und der Übersicht sehr gut. Ich habe jetzt zur Anfangszeit hauptsächlich Gebrauch von den Anfänger- und Fitness-Tutorials gemacht. Die Punkte, welche ich in der Slackapp für mein Profil sammeln konnte, waren für mich eher nebensächlich. Sollte die Community-Funktion noch etwas ausgereifter werden, so dass Freunde direkt die Fortschritte kommentieren oder bewerten können, würde die Motivation noch etwas größer sein. Das Punktesammeln hätte dann auch deutlich mehr Sinn. Aber ich denke in Zukunft wird die App noch weiter ausgebaut und die Fehler werden behoben. Doch auch schon mit dem jetzigen Funktionsumfang bewerte ich die App positiv, da die Übungen gut beschrieben sind, Videotutorials zur Verfügung stehen und die Übungen genau richtig gewählt sind, um Anfängern das Slacken beizubringen.

Ihr habt ebenfalls Erfahrungen mit der Gibbon Slackapp gemacht? Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr auch so große Fortschritte mit der App gemacht oder habt ihr euch ein eigenes Programm gesucht!?

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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