Was brauche ich als Anfänger beim SUP?

Stand Up Paddling ist ein aufstrebender Sport, der unglaublich viel Spaß macht und für jung und alt gleichermaßen geeignet ist. Das liegt vor allem an der Vielfältigkeit, die das Stand Up Paddling mit sich bringt. Ihr könnt sowohl sehr sportlich, als auch sehr entspannt auf dem SUP Board unterwegs sein. Das erste eigene Board ist schnell gekauft, doch was ist eigentlich mit zusätzlicher SUP Ausrüstung? Natürlich habt ihr mit einem Stand Up Paddling Board und einem Paddel schon die Grundausstattung, doch es gibt noch einiges an Zubehör, was je nach Einsatzgebiet und Gewässer sehr sinnvoll und wichtig sein kann. Diese Ausrüstung möchte ich dir hier einmal vorstellen.

Leash

Eine Leash ist ein Band, welches dich mit deinem Board verbindet so, bei einem Sturz, ein Abtreiben des Stand Up Paddling Boards verhindert wird. Die Leash gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und gerade als Anfänger ist es schwer die Unterschiede zu erkennen. Eine Leash sollte aber zur Grundausstattung eines jeden Stand Up Paddlers gehören. Empfehlenswert für das Stand Up Paddling sind sogenannte Coiled Leashs. Diese entfalten nur im Falle eines Sturzes die gesamte Länge und sind sonst spiralförmig zusammengerollt. Die Surfer-Leashs sind für SUP ungeeignet, da sie sich in Treibgut verfangen können und das Board, durch das Treiben im Wasser, bremsen. Weitere Informationen zum Einsatz einer Leash und den Gefahren habe ich euch auf einer extra Seite zusammengefasst. Mit vielen Stand Up Paddling Boards wird mittlerweile schon eine Leash mitgeliefert. Wenn du mehr über das Thema „SUP-Leash“ erfahren möchtest dann schau dir unseren Beitrag dazu auf dieser Seite an.

Rettungsweste / Schwimmhilfe

Auch eine Rettungsweste oder eine Schwimmhilfe macht beim Stand Up Paddling Sinn. Sollte es tatsächlich einmal zu einer Notsituation kommen kann dir die Weste das Leben retten. Bei einem Sturz hält dich die Weste über Wasser und bewahrt dich vor dem Ertrinken und teilweise auch vor Unterkühlung. Beim Sturz kann es, gerade im kalten Wasser unter 15°C, zum sogenannten Eintauchschock kommen, bei dem die Atmung versagen kann. Bedenkt aber Wenn aber mit Wellen, Strömung oder sonstigen Gefahren im Wasser gerechnet werden muss, wird eine Rettungsweste zur Pflicht! Fließgewässer NIEMALS ohne Weste befahren. Auch Kinder sollten beim Stand Up Paddling generell eine Rettungsweste tragen. Beim Kauf solltet ihr auf die Klassifizierungen achten. Der Auftrieb wird jeweils in Newton angegeben.

Westen mit 50 N haben den geringsten Auftrieb und halten einen im Notfall nur bedingt über Wasser. Dieses sind sogenannte Schwimmhilfen. Ab 100 N habt ihr schon richtige Rettungswesten, die einen auch über Wasser halten können. Je nach Gewässer und Schwimm-Skills solltet ihr eure Weste wählen. Achtet beim Kauf darauf das die Weste gut sitzt und ihr noch ausreichend Armfreiheit für das Paddeln habt. Probiert die Weste unbedingt vorher im Wassersport- oder Surf-Shop an. Ein guter Sitz ist bei Rettungswesten und Schwimmhilfen sehr wichtig. Weitere ergänzende Informationen zum Tragen der Rettungsweste findet ihr in dem Flyer des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

Dry Bag

Ein Dry Bag ist eigentlich für jegliche Wassersportarten sinnvoll. In diesen könnt ihr nämlich Wechselkleidung und Gegenstände, wie Smartphone oder Autoschlüssen sicher verstauen, wenn ihr auf dem Board unterwegs seid. Der Dry Bag kann hierbei einfach im Gepäcknetz des Stand Up Paddle Boards untergebracht werden und hält die Sachen garantiert trocken. Dry Bags haben einen speziellen Verschluss, der zusätzlich noch mit 1-2 Clips gesichert wird. Dry Bags sind schwimmfähig und gehen auch bei einem Sturz ins Wasser nicht gleich unter. Die wasserdichten Beutel gibt es in diversen Größen zu kaufen und gehören eigentlich zu jeder längeren Stand Up Paddling Tour dazu.

Neporenanzug / SUP-Suit

Wenn ihr zu den Stand Up Paddlern gehört, die das ganze Jahr über auf dem Board stehen, werdet ihr auch um den Kauf eines Neoprenanzugs oder einen Trockenanzuges (SUP-Suit) nicht herumkommen. Aber auch Neoprenschuhe machen Sinn, da immer mal Wasser über das Board schwappen kann. Ein Neoprenanzug hält euren Körper auch bei Minustemperaturen warm. Auch wenn ihr vor Mitte Mai, mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen aufs Wasser geht, solltet ihr einen Neoprenanzug tragen. Die Gewässer sind im Frühjahr nämlich immer noch sehr kalt und es kann bei einem Hineinfallen zu einem Kälteschock kommen, der auch schon erfahrenen Schwimmern das Leben gekostet hat. Im Meer oder anderen Orten mit starkem Wellengang macht ein Neoprenanzug immer Sinn. Neoprenanzüge gibt es in verschiedenen Stärken und Ausführungen. Es gibt sogenannte „Shortys“, bei welchem Arme und Beine kurz sind. Die Standard-Variante hat lange Ärmel und Beine. Bei einem Neoprenanzug ist ein richtiger Sitz genau so wichtig, wie bei den Rettungswesten.

Helm

Wenn ihr mit eurem SUP-Board in Fließgewässer möchtet, braucht ihr, neben den schon genannten Ausrüstungsgegenständen, unbedingt einen Helm. In Stromschnellen kann es immer zu einem Sturz kommen und ihr landet eventuell unsanft im Wasser. Steine sind vom Board aus nicht immer sichtbar und auch die Wassertiefe ist in Fließgewässern nur selten einsehbar. Deshalb müsst ihr bei solchen Fahrten unbedingt einen Helm tragen. Ansonsten besteht Lebensgefahr! Geeignet sind hierfür alle Helme aus dem Kajak-Sport, bei welchem zusätzlich auch noch die Ohren geschützt werden. Auch beim Helm sollte auf einen festen und dennoch bequemen Sitz geachtet werden.

Kajak-Helm

Das sind die Ausrüstungsgegenstände, die ich jedem Anfänger ans Herz legen möchte. Natürlich könnt ihr die SUP-Ausrüstung eurer sportlichen Ambition entsprechend anpassen. Wenn ihr nie im Fließgewässer fahrt, braucht ihr eventuell gar keinen Helm. Ich möchte euch hiermit aber auch einen Denkanstoß geben, welche Gegenstände Sinn machen und euch im Notfall das Leben retten können. Ihr werdet beim Stand Up Paddling schnell Fortschritte machen – mehr wollen. Ihr werdet schneller eure erste Wellen fahren als ihr vielleicht nach den ersten wackligen Anfänger-Versuchen glaubt…

Wenn ihr noch Ergänzungen oder Fragen habt, dann schreibt diese doch gerne unter diesen Beitrag in die Kommentare.

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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