Pivot Turn fast geschafft

Mit dem Step Back Turn, oder auch Pivot Turn (pivot, engl.= Drehpunkt) genannt, könnt ihr schnelle Wendemanöver mit eurem Stand Up Paddling Board machen. Besonders bei SUP-Rennen kommt diese Wendung zum Einsatz, da mit ihr schnell eine 180° Drehung um eine Boje gemacht werden kann. Ihr könnt mit diesem Turn nah an der Boje eine enge Kurve fahren und spart so wertvolle Zeit beim Wenden. Der Pivot Turn ist eine SUP-Wendung, bei welcher du dein Körpergewicht auf das Tail des Boards verlagerst, so dass sich die Nose aus dem Wasser hebt. Das Board hat nun weniger Wasserkontakt und lässt sich komplett über das Tail, fast auf der Stelle, drehen. Bevor ihr euch an den Pivot Turn herantraut, müsst ihr erst einmal sicher auf dem Stand Up Paddling Board vor- und zurück gehen können.

Das sichere Gehen ist die Grundlage für den Pivot Turn. Denn nur mit einem sicheren Stand beim Gehen werdet ihr auch beim Paddelschlag nichts ins Wasser fallen und das Gleichgewicht auf dem SUP-Board halten können. Für Anfänger, die nicht gerade aus dem Surf-Bereich kommen, ist der Step Back Turn nicht so einfach zu erlernen. Es erfordert viel Übung, so dass ich gerade zur Anfangszeit immer das Tragen einer Leash empfehlen würde.

Das Paddel wird beim Zurückholen über das Wasser gestriffen

Gehe mit dem richtigen Fuß zurück

Bevor du den Pivot Turn machst, musst du dir vorab über einige grundlegende Techniken Gedanken machen. An welchem Fußknöchel befindet sich die Leash? Mit welchem Fuß gehe ich als erstes nach hinten? Ob es bei dir der linke oder rechte Fuß ist, welcher den ersten Schritt macht, hängt ganz von deinem persönlichen Empfinden ab. Fährst du in Schrittstellung Regular oder Goofy?

Regular oder Goofy?

Bei Regular befindet sich der rechte Fuß hinten und der linke Fuß vorne. Bei der Goofy-Stellung ist es genau andersherum. Der linke Fuß steht hinten und der rechte vorne. Welcher Typ du bist, musst du für dich selber herausfinden. Es gibt hierbei keine bessere oder schlechtere Variante – es ist ganz von deinem persönlichen Empfinden abhängig.

Wenn du deine favorisierte Stellung gefunden hast, musst du deine Leash an den Knöchel machen, welcher als erstes den Schritt nach hinten macht (Regular = rechts, Goofy = links). Der vordere Fuß wird vor dem Schritt nach hinten leicht zur Mitte eingedreht, damit der Schwerpunkt weiterhin in der Mitte vom SUP-Board liegt.

Der rechte Fuß (mit Leash) geht nach hinten

Gehe über die Board-Mitte nach hinten

Wenn du dich mit den Schritten auf dem SUP-Board nach hinten bewegst, ist es sehr wichtig, das du dich über die Board-Mitte bewegst. Denn auf der Längsachse hat das Board die größtmögliche Stabilität und gerät nicht so schnell ins Ungleichgewicht. Stelle dir einfach eine Linie vor auf welcher du entlanggehst. Du solltest deine Füße bei den Schritten vorsichtig und nicht zu ruppig aufsetzen – stell dir vor du würdest auf dem Stand Up Paddling Board nach hinten schleichen. Beuge deine Knie, damit sich dein Körperschwerpunkt niedrig und näher am Board befindet – das gibt dir zusätzliche Stabilität. Wie viele Schritte du nach hinten machst, ist ganz von deinem Können, deiner Körpergröße und deinem SUP-Board abhängig. Am Anfang kannst du dich mit kleinen Schritte herantasten und diese immer größer werden lassen. Wenn du sehr groß bist, wird es dir vielleicht auch schon von Anfang an leichter fallen einen großen Schritt nach hinten zu machen. Auf einem kurzen Wave-Board wirst du logischerweise schneller am Tail angekommen sein, als bei einem langen 14″ Race-SUP.

Die Nose ragt aus dem Wasser

Wenn du dich nach hinten bewegt hast, wirst du irgendwann den Punkt haben, bei welchem sich die Nose aus dem Wasser nach oben hebt und dein Gewicht nur noch auf dem Tail des Boards lagert. Umso weiter du nach hinten gehst, desto instabiler wird dein Board aber desto enger kannst du den Pivot Turn fahren. Um nun in der hinteren Position die Kurve zu fahren, musst du einfache Bogenschläge machen. Die Bogenschläge werden auf der Seite gemacht, auf welcher du auch deinen Fuß als erstes nach hinten gesetzt hast (Regular = rechte Seite; Goofy = linke Seite). Mache bei den ersten Versuchen nur kleine Bogenschläge, bis du dich ganz sicher fühlst. Erhöhe dann den Radius und ziehe das Paddel beim Bogenschlag möglichst weit durch. So kannst du es irgendwann schaffen mit 1-2 Schlägen schon die 180° Wendung zu vollziehen. Ein sehr wichtiger Punkt beim Bogenschlag ist, dass das Paddel nah am Wasser zurückgeführt wird, bevor der nächste Schlag gesetzt wird. So erhälst du durch die Oberflächenspannung und den Kontakt des Paddels mit dem Wasser noch mehr Stabilität.

Gehe zurück in den Parallelstand

Nachdem du deine Wendung vollzogen hast, gilt es möglichst schnell wieder zurück in den sicheren Parallelstand zu kommen. Mache hierfür schnelle Schritte nach vorne und unterstütze die Bewegung mit einem Paddelzug oder einem Ziehen des Paddels über die Wasseroberfläche. Mit dieser Technik gerätst du auch beim nach vorne gehen nicht aus dem Gleichgewicht und kannst mit schnellen kurzen Paddelzügen weiterpaddeln.

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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