Druckanzeige auf der Pumpe

Bevor ihr mit dem Stand Up Paddling Board auf das Wasser könnt, müsst ihr dieses aufblasen. Auf jeden Fall, wenn ihr ein sogenanntes iSUP (inflatable SUP Board) besitzt. Das Board besteht aus mehreren PVC Schichten. Diese sind miteinander verklebt, so dass ihr am Ende eine gute Steifigkeit und Tragkraft vom Board bekommt. Die modernen SUP-Boards sind nicht vergleichbar mit Luftmatratzen oder Wasserspieltieren für den Pool. In diesem Beitrag möchte ich euch kurz erklären, wie ihr euer SUP-Board richtig aufpumpt und gebe euch ein paar Tipps, die euch viel Frust und Zeit ersparen können!

1. Board ausrollen

Bevor ihr euer Board aufpumpen könnt, müsst ihr dieses erst einmal ausrollen. Das Ventil sollte hier logischerweise nach oben zeigen, so dass ihr auf dieses bequem zugreifen könnt. Das Ventil befindet sich meist im hinteren Teil des Stand Up Paddling Boards. Nur bei sehr wenigen Modellen ist dieses vorne integriert.

2. Pumpe startklar machen

Jetzt löst ihr die Ventilkappe des Boards und nehmt die Hub-Pumpe zur Hand. Hier gibt es verschiedene Modell-Varianten. Die Pumpen werden stets weiterentwickelt, so dass es immer einfacher wird das Board aufzupumpen. Es gibt auch elektrische Pumpen, die an eine Autobatterie angeschlossen werden können. Doch diese sind sehr teuer und bei keinem SUP-Board standardmäßig mitgeliefert. Also müssen wir das Board von Hand aufpumpen!

Ich habe mittlerweile schon viele unterschiedliche Pumpen ausprobiert. Mittlerweile gibt es Pumpen, welche die sogenannte Doppel-HUB-Funktion besitzen. Das bedeutet soviel, wie, dass ihr beim Rausziehen und beim Hereindrücken des Pumpengriffs Luft in euer Board pumpt. Ich brauche an dieser Stelle nicht erwähnen, dass dieses auch mindestens doppelt so anstrengend ist. Es ist deutlich einfacher nur beim Herunterdrücken, sozusagen mit Single-HUB, zu arbeiten. Denn hier kann das gesamte Gewicht des Oberkörpers auf die Pumpe gedrückt werden. An einigen SUP-Pumpen befindet sich ein kleiner Hebel über welchen von Single auf Doppel-Hub umgestellt und gewechselt werden kann. Auch bieten einige Pumpen die Möglichkeit die Luft wieder herauszupumpen. Hierfür sind am Pumpenkopf dann zwei Ausgänge. Beim Aufpumpen müsst ihr dann unbedingt an den richtigen Ausgang (OUT) anschließen (IN & OUT).

Meine Empfehlung: Am Anfang, bis ca. 0,5 Bar könnt ihr bequem mit Doppel-Hub arbeiten, ohne dass es zu anstrengend wird. Danach könnt ihr, wenn ihr nicht ganz so kräftig seid, auf Single-Hub umstellen. Das geht zwar nicht ganz so schnell, erfordert aber weniger Kraft!

3. Ventil einstellen & Pumpe anschließen

Nun aber zurück zum Board und dem Aufpumpen. Nachdem ihr die Pumpe mit dem Schlauch soweit startklar gemacht habt, geht es ans Aufpumpen. Hierfür müsst ihr allerdings erstmal euer Ventil präparieren. Dieses hat einen kleinen Stift mit einer angebrachten Feder. Der Stift muss fürs Aufpumpen immer nach oben (außen) zeigen. Nur dann entweicht die Luft nach dem Abziehen der Pumpe nicht direkt wieder aus dem Board. Durch eine Drehbewegung mit dem Finger lässt sich der Stift positionieren. Probiert vor dem Aufpumpen ruhig etwas aus, um zu verstehen, welches die äußere Position vom Stift ist.

Nachdem ihr das Ventil richtig eingestellt habt könnt ihr das Ende des Pumpenschlauchs mit einer Drehbewegung am Ventil befestigen. Achtet dabei darauf, dass ihr den Stift beim Aufstecken nicht wieder nach innen drückt.

4. Aufpumpen

Nun geht es ans Aufpumpen des Stand Up Paddling Boards. Fixiert die Pumpe mit den Füßen und arbeitet mit Kräftigen Armzügen am Pump-Hebel. Anfangs geht das Pumpen noch relativ leicht, aber mit zunehmendem Druck wird das Drücken der Pumpe schwerer und schwerer. Wundert euch nicht, wenn der Druckanzeiger in den ersten Minuten nichts anzeigt. Dieser zeigt erst etwas an, wenn schon ordentlich Luft im Board ist. Ein Standard SUP-Board hat ein Volumen von 300-400 Liter. Diese müssen erst einmal ins Board gepumpt werden. Das Aufpumpen des Boards ist von kräftigen Paddlern in der Regel in 5 Minuten erledigt. Etwas schwächere Paddler benötigen knapp 10 Minuten.

Achtet beim Aufpumpen unbedingt auf den richtigen Druck. Dieser ist meist auf dem Ventil mit aufgedruckt. Aufblasbare SUP-Boards dürfen meist nicht mehr als 1 Bar (15 psi) bekommen. In der Regel liegt der optimale Druck zwischen 10 und 14 psi. Achtet also immer auf den Druckanzeiger!

5. Pumpe abziehen und Ventilkappe schließen

Der letzte Schritt ist eigentlich selbsterklärend. Zieht den Pumpschlauch mit einer Drehbewegung wieder vom Ventil ab. Wenn ihr auf die richtige Position des Stiftes geachtet habt, dürfte keine Luft wieder entweichen. Nun schließt ihr einfach noch die Ventilkappe und es kann raus aufs Wasser gehen!

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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