Mit einer Gewichtsweste kann die Trainingsintensität einfach gesteigert werden. Hierfür muss einfach nur die Weste mit Zusatzgewichten angelegt werden und das Workout oder die Laufeinheit kann beginnen. Doch bei einer Gewichtsweste ist eine gute Passgenauigkeit und ein angenehmes Tragen sehr wichtig, da das Zusatzgewicht sonst schnell zur untragbaren Last werden kann. Ich trainiere schon seit einiger Zeit mit der Gewichtsweste von BodyRip und möchte in diesem Testbericht nun endlich über meine Erfahrungen mit der Weste und dem allgemeinen Training mit Zusatzgewichten schreiben. In der Gewichtsweste von BodyRip können bis zu 20 Kilogramm Zusatzgewicht untergebracht werden. Schon vorab möchte ich sagen, das meiner Meinung nach, eine Gewichtsweste eine hervorragende Möglichkeit für die Intensivierung des Trainings darstellt. Ich selber habe für mich das Freeletics Bodyweight Training mit Zusatzgewicht (Freeletics Extreme) entdeckt. Hierbei versuche ich alle Workouts mit dem zusätzlichen Gewicht zu absolvieren.

Preis und Lieferumfang

Der Preis für die Variante mit bis zu 20 Kilogramm Zusatzgewicht, kostet ca. 80 Euro. Der Preis ist für eine gute Gewichtsweste insgesamt in Ordnung, da vergleichbare Produkte, mit einer guten Gewichtsverteilung, meist sogar noch etwas mehr kosten. Die Weste wird in einem stabilen Karton geliefert und ist gut verpackt. Die Weste riecht beim Auspacken nicht unangenehm nach Chemie und macht einen guten ersten Eindruck. Die Weste ist bei der Lieferung schon mit den gesamten Zusatzgewichten bestückt. Im Lieferumfang ist zudem noch ein kleines Sprungseil enthalten (Gratis-Beilage).

Material & Verarbeitung

Die Verarbeitung ist bei einer Gewichtsweste besonders wichtig, da das zusätzliche Gewicht das Material sehr stark belastet. Die Weste verfügt insgesamt über 38 einzelne Fächer für das Zusatzgewicht. Auf dem Rückenteil der Weste befinden sich 22 Fächer und auf der Vorderseite 16. Die Fächer bestehen aus einem dehnbarem Material und haben einen kleinen Öffnungsschlitz. Über diesen lassen sich die einzelnen Gewichtselemente entnehmen und wieder einsetzen. Die Gewichtselemente sind kleine Sandsäcke, die pro Stück 525 Gramm wiegen. So kann flexibel das Gewicht verändert – reduziert oder erhöht werden.

Die Verarbeitung der Weste ist hervorragend. Die Nähte sind sauber genäht und es franst auch nach einigen Wochen nichts aus. Die Gewichtsweste ist an den richtigen Stellen zusätzlich verstärkt, so dass diese das Eigengewicht gut tragen kann.

Die Gewichtsweste von BodyRip besteht aus Polyester und ist im Schulterbereich mit zusätzlichen Polstern ausgestattet. Da hier die größte Belastung für Material und Körper vorhanden ist, macht das auf jeden Fall Sinn. Die Weste hat insgesamt vier Verschlussarme mit Klettverschluss womit sie nach dem Anziehen sicher und fest verschlossen werden kann. Hier liegen nach dem Verschließen immer zwei Verschluss-Arme übereinander, so dass ein fester Sitz garantiert ist. Außerdem bietet diese Verschlussmöglichkeit die größtmögliche Flexibilität was die Passgenauigkeit betrifft.

Passgenauigkeit und Tragekomfort

Die Bodyrip Gewichts-Weste bietet überraschenderweise eine ziemlich gute Gewichtsverteilung. Dieses liegt natürlich an den 38 Einzelfächern, die sich individuell befüllen lassen. Bei mir persönlich war allerdings die obere Reihe im Rücken-Nacken-Bereich etwas störend, so dass ich diese herausnehmen musste. Bei einem stark trainierten oberen Rücken steht die Weste hier sonst schon deutlich ab.

Auch die unterste Reihe auf der Vorderseite musste ich herausnehmen, da diese meiner Meinung nach etwas zu tief angeordnet ist. Dieses mag beim Laufen kein Problem darstellen, bei dynamischen Übungen auf der Matte ist die Reihe aber störend, da ein Einknicken und nach vorne Beugen nicht mehr möglich ist. Bei Menschen mit einem sehr langen Oberkörper dürfte das natürlich trotzdem funktionieren.

Bei mir mit meinen 186 cm Körpergröße sind die besagten Reihen aber störend und einschränkend, so dass ich ca. 5,7 kg (11 Sandsäcke) herausnehmen musste. Ansonsten ist der Tragekomfort der Weste aber in Ordnung. Natürlich drückt das Gewicht auf die Schultern. Dieses ist durch die sehr breiten Schultergurte aber aushaltbar.

Training mit Gewichtsweste

Das Training mit der Gewichtsweste war am Anfang schon ziemlich ungewohnt, da das Zusatzgewicht doch ziemlich auf die Schultern gedrückt hat und den Körper gefühlt stark nach unten zieht. Da ich einige Reihen (siehe oben) für das Training herausgenommen habe, wiege ich mit der Weste noch ca. 100 kg (sonst ca. 85 kg). Dieses ist schon ein enormes Trainingsgewicht, welches aber auch eine ganz neue körperliche Herausforderung bietet. Ich habe über vier Wochen jedes Freeletics Workout mit der Gewichtsweste absolviert und konnte mir so perfekt ein Bild der Weste machen.

Die Gewichtweste von BodyRip kann beim Training überzeugen. Allerdings muss diese, gerade wenn gelaufen oder gesprungen wird, doch schon ziemlich eng angelegt werden. Ansonsten wäre diese auf und ab gesprungen. Dieses ist aber durch die Verschlussarme mit Klettverschluss kein Problem.

Auch nach mehrwöchigem Training, teilweise auch bei Regen, hat das Material noch keinerlei Ermüdungserscheinungen. Auch blieben in dem mehrwöchigen Test die einzelnen Gewichtelemente ausnahmslos in ihren Fächern. Keines der Elemente fiel heraus. Dennoch stellt das Training eine enorme körperliche Belastung dar und sollte nur von erfahrenen und gut trainierten Personen durchgeführt werden. Ich empfehle am Anfang unbedingt mit leichten Übungen und nicht zu langen und schweren Workouts zu beginnen. Ansonsten kann der Körper hier sehr schnell an die Grenzen kommen.

Fazit

Die Gewichtsweste von BodyRip konnte beim Training überzeugen. Das Gewicht ist hervorragend verteilt und lässt sich dank der 38 Einzelfächer perfekt verteilen und dosieren. Wer mit weniger, als den maximal 20 Kilogramm starten möchte, kann einfach in ca. 0,5 kg Schritten die einzelnen Elemente entfernen. An der Verarbeitung der Weste gibt es absolut nichts auszusetzen. Die Weste ist an den richtigen Stellen ausreichend verstärkt. Gerade im Schulterbereich wird diese auch nach langem Tragen nicht unangenehm, da hier eine zusätzliche Polsterung eingenäht ist.

Wer eine neue Herausforderung beim Training sucht, ist mit der BodyRip Gewichtsweste bestens bedient. Das schönste Gefühl ist aber definitiv das Ablegen und die Übungen ohne Gewichtsweste – fast wie Fliegen! Allerdings sollte doch bedacht werden, dass das Training mit Weste absolut extrem ist und nur von gut trainierten Sportlern durchgeführt werden sollte!

Ihr habt die BodyRip Gewichtsweste ebenfalls getestet? Schreibt eure Erfahrungen mit der Weste einfach als Kommentar unter diesen Beitrag!

BodyRip [dy-f-002b Fitness-Weste mit Gewichten, 20 kg, für Krafttraining, Gymnastikübungen (Ausrüstung)


Eigenschaften: 

  • verbessertes Design mit 2 Klettbänder für die Schließung. 20 kg Gewicht, Einheitsgröße.
  • Gewicht verstellbar. Die Taschen der Gewichte können einfach entfernt und bei Bedarf riposizionate.
  • Gewicht gleichmäßig verteilt.
  • Füllung aus Schaum extra weich für mehr Komfort.
  • Wasserdichte völlig anpassbar machen das Jacke lässt sich einfach auf fast alle Größen Taillen.

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Preis
75 %
Verarbeitung
85 %
Tragekomfort
80 %
Passgenauigkeit
80 %
Haltbarkeit
85 %
Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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