Seit einiger Zeit ist das sogenannte Faszientraining in aller Munde. Immer mehr Leistungssportler erzählen von unglaublichen Fortschritten beim Muskeltraining, einer verbesserten Regeneration, einer erhöhten Leistungsfähigkeit und dem Verschwinden von Verspannungen und Schmerzen – durch ein Training der Faszien. Doch was genau sind die Faszien und wieso ist das Training so wichtig und so effektiv? Wie können die Faszien überhaupt trainiert werden? Was hat es mit verklebten oder verhärteten Faszien auf sich? Diese und weitere Fragen werde ich in diesem ersten Beitrag zum Thema Faszientraining beantworten.

Was sind Faszien?

Der Begriff “Faszie” kommt aus dem lateinischen und heißt soviel wie “Bündel” oder “Band”. Über den Begriff lassen sich schon Rückschlüsse auf die Struktur der Faszien ziehen. Die Faszien sind bandförmiges, netzartiges Gewebe, welches  alle Teile des Körpers miteinander verbindet – Knochen, Muskeln, Sehnen und Organe. Das Bindegewebe (Faszien) umhüllt die Muskeln und Organe des menschlichen Körpers. Durch die Faszien übertragen Muskeln ihre Kraft und Bewegungsfähigkeit. Das heißt, dass der Trainingszustand der Faszien große Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Dehnbarkeit des menschlichen Körpers hat. Mit einem trainierten und intakten Bindegewebe kann der Körper viel effektiver arbeiten und ein höheres Leistungspotential abrufen. Viele Spitzensportler schwören gerade aus diesem Grund auf das Faszientraining!

Aufgrund von Fehlbelastungen, zu wenig oder einseitiger Bewegung oder aber Stress, wird man immer steifer und unbeweglicher und die Faszien verdrehen, verkleben und verhärten sich. Dies führt zu undefinierbaren Schmerzen, da Faszien mit vielen Schmerzrezeptoren versehen sind. Folgen sind meist Schmerzen im Rücken oder in den Gelenken.

Was bewirkt das Faszientraining?

Durch das Rollen oder Dehnen wird die Durchblutung angeregt, das fasziale Gewebe wird mit neuem Gewebswasser versorgt wodurch die Faszien elastischer werden. Die Muskulatur kann wieder mehr Leistung erbringen, weil sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird.

Das stetige massieren von Schmerzpunkten hat zur Folge, dass sich die Faszien wieder lösen, das gesamte Gewebe wieder regeneriert und das Fasziengewebe stimuliert wird.

Wie trainiere ich meine Faszien?

Die Faszien zu trainieren und in Form zu bringen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Dehn- und Sprungübungen gehören zur Grundlage des Faszientrainings. Sportarten wie z.B. Yoga oder Pilates eignen sich hervorragend um Faszien geschmeidig zu halten. Aber auch sogenannte “Faszienrollen”, welche eine massierende Wirkung haben, sind ein effektives Mittel die Faszien wieder zu glätten. Es gibt Sie in klein, groß, bunt, glatt, gerillt, hart und weich.

Man kann Sie unterschiedlich einsetzen:

  • vor dem Training um die Muskulatur zu erwärmen
  • während des Trainings z.B. zur Kräftigung der Bauchmuskulatur oder Balancetraining
  • nach dem Training, um Belastungsschäden entgegenzuwirken
  • zwischendurch, um Verspannungen/ Verhärtungen/ Verklebungen zu lösen.
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Die Blackroll® ist die wohl beliebteste Faszienrolle

Will man die Muskulatur auf eine Belastung vorbereiten, sollte man eher schnelle Rollbewegungen machen (5-10min.). Nutzt man die Rolle als Cooldown oder um Verspannungen zu lösen, sollte man eher langsam und gemütlich 10 – 20 mal über die verschiedenen Muskelgruppen rollen. Wichtig ist, dass man nicht über den sogenannten Wohlfühlschmerz hinausrollt. Dies kann man selbst beeinflussen indem man unterschiedlich viel Druck auf die zu behandelnde Stelle ausübt, indem man beispielsweise mehr Gewicht auf die Arme abgibt oder den Druck erhöht, indem man ein Bein auf das Andere legt. Der zu behandelnde Muskel sollte während des Rollens nicht aktiv angespannt werden.

Wie ist eure Meinung zum Faszientraining? Schreibt eure Meinung einfach als Kommentar unter diesen Beitrag und diskutiert zum Thema Faszientraining.

Faszien-Fitness: Vital, elastisch, dynamisch in Alltag und Sport (Broschiert)


Autor:  Robert Schleip, Johanna Bayer

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Ich heiße Franzi, bin 26 Jahre jung und probiere immer wieder gerne neue Sportarten aus. Ich bin Pilates-, Body Burn- und Nordic Walking-Trainerin und zudem gelernte Physiotherapeutin. Man findet mich des öfteren auf dem Fahrrad, in Sportkursen wie zum Beispiel Bodyfit, Kraftfitt oder BBRP..., draußen beim Bodyweight Training oder ich versuche auf dem SUP-Board mein Gleichgewicht zu halten. Ich brauche den Sport und den täglichen Kampf mit dem Schweinehund um mich vom stressigen und körperlich anstrengenden Arbeitsalltag zu erholen.

1 Kommentar

  1. Hi Franzi,
    cool, dass Du hier die verschiedenen “Einsatzbereiche” der Faszienrolle nennst! Das von Dir empfohlene Buch finde ich auch klasse 🙂
    Ich verwende die Faszienrolle immer nach dem Training oder auch unabhängig vom Training.
    Das Ziel ist bei mir zum Einen die Regeneration, zum Anderen meine Beweglichkeit zu steigern und Schmerzen vorzubeugen.
    Viele Grüße aus Berlin
    Daniel

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