Ist es möglich 100 Kilometer in 24 Stunden zu laufen? Genau dieser Herausforderung wollten wir uns beim Mammutmarsch 2016 stellen. Dieser fand vom 15.05-16.05.2016 in der Nähe von Berlin statt. Wir, als ambitionierte Hobbysportler, sind vorher noch nie so eine große Distanz gegangen. Lange Wanderungen und große Strecken zu Fuß haben wir bis jetzt eher gemieden. Umso interessanter war es für uns, ob wir diese “Mammut-Herausforderung” bewältigen können. Mammutmarsch 2016 – wir kommen!  Mit uns gingen 2497 andere Teilnehmer an den Start – gibt es wirklich so viele Verrückte?

Unser Tag begann schon früh morgens, genauer gesagt um 6.30 Uhr, da wir noch mit der Bahn bis Berlin reisen mussten. Im nachhinein kann ich sagen: Vor einem 100 km Marsch würde ich wahrscheinlich nicht mehr so früh aufstehen. Dieses mal konnten wir es leider nicht anders handhaben, so dass in den späten Abendstunden, zu der extremen Erschöpfung, auch noch extreme Müdigkeit dazukam. Doch schaut selbst, wie es uns beim Mammutmarsch 2016 ergangen ist. Diesmal haben wir alles in einem Video festgehalten, um euch einen noch besseren Einblick in dieses Event der Superlative geben zu können. Wir hoffen, dass das Video euch einen Einblick in das Event und unsere Stimmungslage gibt.

Mammutmarsch 2016

Der Veranstalter hat den Mammutmarsch irgendwann abgebrochen, da es zu viele Verletzte gab und die medizinische Versorgung der Teilnehmer nicht mehr gewährleistet werden konnte. Wir können diese Entscheidung zu einhundertprozent nachvollziehen, auch wenn einige Teilnehmer extrem frustriert und enttäuscht waren. Ihr habt das Richtige getan!

Hier noch eine Hand voll Bilder vom Mammutmarsch 2016:

An dieser Stelle noch einige Verbesserungsvorschläge für den Mammutmarsch 2017, welche einen Abbruch aufgrund von Kreislaufzusammenbrüchen o.ä. vermutlich etwas eindämmen kann.

  • Stellt den Mammutmarsch als das dar, was es auch wirklich ist: Eine extreme körperliche Belastung für den Körper, welche ohne Training nicht machbar ist!
  • Begrenzt die maximale Teilnehmerzahl auf 1500
  • Verteilt die Verpflegungspunkte etwas besser über die ganze Strecke. Die Strecke bis zum 2. Verpflegungspunkt bei Kilometer 44 war etwas zu lang, da es hier Nacht wurde.
  • Stellt an den Verpflegungspunkten in den Nachtstunden beheizte Zelte mit genügend Sitzmöglichkeiten zur Verfügung, wo sich die Teilnehmer kurz erholen, richtig zur Ruhe kommen und sich aufwärmen können. Der Wind pfiff bei der ersten Station schon ziemlich um die Ohren…
  • Warme Getränke, wie Tee oder einfach heißes Wasser (Teebeutel kann jeder auch selbst mitbringen) sind im Mai bei den Nachttemperaturen ein absolutes MUSS
  • Stellt vielleicht auf der Strecke alle 5-10 km kleine Schilder auf, oder streut mit Sägemehl die aktuelle Distanz auf den Boden. Dies motiviert und kann helfen die Distanzen besser einzuschätzen!
  • Setzt die Startzeit etwas früher an. Ein Start ab 13 Uhr sorgt dafür, dass der Tag nicht ganz so lang wird und bis zur Einbruch der Nacht schon mehr Kilometer absolviert wurden!
  • Überprüft vor Abholung der Startunterlagen, ob jeder Teilnehmer auch wirklich einiges an Ausrüstung bzw. Verpflegung dabei hat. Nur dann gibt es das Startbändchen!
    • mind. 500kcal an Nahrung
    • mind. 1 Liter Wasser
    • festes Schuhwerk, lange Kleidung
      • Dieses sorgt dafür, dass die Teilnehmer die Herausforderung besser einzuschätzen wissen und unterstreicht die “extreme” eines 100 km Marsches

Der Tag nach dem Mammutmarsch

Nachdem ich von Sonntag auf Montag unglaublich viel geschlafen habe, ging es mit meinem Körper langsam wieder bergauf. Die Müdigkeit, die Schmerzen vom Vortag waren verschwunden. Kein Muskelkater, einfach nur noch erschöpfte Beine, welche die extreme körperliche Belastung aber eigentlich ganz gut verkraftet haben. Ich bin selber überrascht, wie gut mein Körper das Ganze verarbeitet hat. Sonntagmorgen war ich mir noch sicher, das ich nie wieder in meinem Leben bei so einem Event teilnehmen werde. Heute sieht es schon anders aus und ich überlege, wie ich beim nächsten mal die 100 km schaffen kann! Verrückt, oder? Mammutmarsch 2017? – wir kommen!

Würdet ihr 100 km zu Fuß gehen? Oder seid ihr sogar beim Mammutmarsch 2016 gestartet? Schreibt eure Erfahrungen zu diesem Event einfach als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns über viele Kommentare und Meinungen zum Thema. Gerne auch Verbesserungsvorschläge für nächstes Jahr!

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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