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Die neue Polar M600 ist Sportuhr mit “echten” Smartwatch-Features kombiniert. Ein GPS-Sensor, Pulsmessung mit sechs(!) LEDs direkt am Handgelenk, Beschleunigungsensor, WLAN, eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Tagen und wasserdicht. Klingt das nicht nach einem echten Multitalent? In diesem Testbericht zur Polar M600 erfahrt ihr wie sich die Uhr geschlagen hat und wo die Stärken und Schwächen liegen. Dieser Testbericht soll euch möglichst ausführlich informieren und nicht nur einen oberflächlichen Einblick bieten. Ich habe die Uhr bei vielen Sportarten ausführlich unter die Lupe genommen und auch die Herzfrequenzmessung mit der Messung eines Brustgurts verglichen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, das ich die Polar M600 mit einem Android Smartphone getestet habe, da die Uhr auch für diese ausgelegt ist. Wer das iOS Betriebssystem nutzt musst mit starken Einschränkungen beim Funktionsumfang der M600 rechnen. Für diese Nutzer kann ich die Polar M600 nicht empfehlen! Es gibt die Polar-Uhr in zwei unterschiedlichen Armbandfarben – schwarz und weiß. Ich habe mich spontan für die schwarze Version entschieden. Dieser Test zur Polar M600 ist anders und deutlich umfangreicher als andere Testberichte. Er soll euch einen möglichst genauen und detaillierten Einblick in die Polar M600 bieten und euch bei eurer Sportuhren-Wahl helfen.

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Preis und Lieferumfang

Die Polar M600 ist preislich sicherlich kein Schnäppchen. Knapp 349€ [Stand: Sept. 16] müssen für die neue Polar Smartwatch hingelegt werden. Für eine robuste, gut verarbeitete und auch vom Funktionsumfang überzeugende Sportuhr ist dieser Preis sicherlich in Ordnung. Doch wer auf große Smartwatch-Features verzichten kann, kann auch bedenkenlos zu einer günstigeren Sportuhr greifen. Auch die Polar M400 ist sicherlich eine Überlegung wert. Auch wenn diese noch nicht auf die optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk zurückgreifen kann.

Der Lieferumfang der Polar M600 ist nicht wirklich überzeugend. Wer bei dem Preis auf eine schicke Lade-/Dockingstation gehofft hat, den muss ich leider enttäuschen. Lediglich eine Bedienunganleitung und ein Ladekabel befindet sich noch in dem Verpackungskarton. Wenn ihr mehr zur Verpackung und dem Lieferumfang sehen wollt, könnt ihr euch den Unboxing-Beitrag zur Polar M600 ansehen.

Lieferumfang Polar M600
Lieferumfang Polar M600

Lieferumfang

  • Polar M600 Smartwatch
  • USB-Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Technische Ausstattung

Auf dem Papier können die technischen Daten der Polar M600 absolut überzeugen. Die M600 hat ein 1,30 Zoll großes TFT-Display, welches mit einer Auflösung von 240 x 240 Pixeln auflöst. Für die Displaygröße ist die Auflösung gerade so ausreichend. Geschützt wird das Display durch Corning® Gorilla® Glass 3, welches Kratzer zuverlässig abhält und eine Displayschutzfolie überflüssig macht. Im Innern schlummert ein MediaTek MT2601, Dual-Core 1,2 GHz-Prozessor basierend auf ARM Cortex-A7 mit 512 MB RAM.

viele Sensoren sind in der M600 integriert
viele Sensoren sind in der M600 integriert

Der interne Speicher beträgt 4 GB, wobei noch ca. 2 GB zur freien Verfügung stehen. Der Speicher ist nicht erweiterbar. Befeuert wird die Polar M600 mit einem 500 mAh Akku, welcher bei “normaler” Nutzung eine Laufzeit von zwei Tagen verspricht.

Bluetooth® 4.2 und Wi-Fi 802.11 b/g/n sind ebenfalls mit an Board, so dass eine einfache Verbindung und Synchronisierung gewährleistet ist.

Neben einem Beschleunigungsensor für Indoor-Sportarten, ist auch ein Umgebungslichtsensor, welcher die Display-Helligkeit anpassen kann, ein Gyroskop, Vibrationsmotor und ein Mikrofon mit verbaut.

Zudem ein optischer Herzfrequenzsensor auf der Unterseite des Gehäuses, welcher den Puls mit sechs LEDs direkt am Handgelenk bestimmen soll. Zudem ist ein GPS und Glonass Sensor zur Positionsbestimmung mit verbaut, so dass ein wirklich genauer Standort bestimmt werden kann.

Abgerundet werden die technischen Features der Polar M600 durch eine Wasserdichtigkeit nach IPX8 Norm, welche sogar ein Schwimmen mit der Uhr möglich macht.

Design und Verarbeitung

Die Polar M600 hat die Maße 45 x 36 x 13 mm und ist damit sicherlich keine dezente Uhr am Handgelenk. Aufgrund der verwendeten Materialien wiegt die Sportuhr aber nur leichte 63 Gramm. Das Gehäuse besteht zum Großteil aus Kunststoff, wirkt durch die beiden Streifen im Metall-Look links und rechts neben dem Display aber deutlich hochwertiger. Das Armband besteht aus hautfreundlichem Silikon. Durch die Dicke von 1,3 cm steht die M600 beim Tragen schon deutlich vom Handgelenk ab und ist absolut nichts für zarte Handgelenke.

Bequemes Tragen

Die Polar M600 trägt sich trotz der klobigen Bauweise angenehm am Handgelenk. Ein Grund hierfür ist sicherlich das sehr feinfühlig einstellbare Silikonarmband mit den zwei Verschlussclips. Laut Bedienungsanleitung soll die Uhr im Alltag etwas lockerer getragen werden und für sportliche Aktivitäten etwas fester, damit die optische Herzfrequenzmessung optimal funktioniert. Die perfekte Position am Handgelenk soll direkt hinter dem  Handgelenkknochen sein.

Was mir persönlich am Armband nicht gefällt ist, das dieses Staub anzieht. Im Laufe der Tragezeit wird das Armband immer unansehnlicher, da sich der Staub in den kleinen Rillen des Armbands festsetzt. Ich war etwas geschockt, als ich eine neue Uhr im Elektrofachmarkt betrachtet habe, die gerade aus der Verpackung geholt wurde. Die Armbänder waren nicht mehr miteinander vergleichbar.

Die Polar M600
Die Polar M600 – das Armband zieht leider Staub an.

Der Chip, bzw. das Herzstück hält im Armband dafür perfekt. Im mehrere Monate andauernden Test ist dieser nicht ein einziges Mal herausgerutscht.

Zwei Tasten zur Navigation

Mit zwei haptischen Navigationstasten ist die Polar M600 ausgestattet. Eine Taste befindet sich links am Uhrengehäuse und eine befindet sich mittig unterhalb des Displays. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind mit Silikon überzogen. Dadurch wirken die Tasten fast unscheinbar und sind erst bei genauerem Hinsehen zu erkennen. Neben der Navigation über die Tasten verfügt die Polar-Uhr aber auch über ein Touch-Display, welches ausgesprochen gut reagiert. Auch mit leicht nassen Fingern, beispielsweise beim Schwimmen, lässt sich das Display noch einigermaßen bedienen.

Robustes Display mit guter Helligkeit

Das Display ist robuster als es auf den ersten Blick scheint. Die Polar M600 hatte nach dem mehrwöchigen Test keine Kratzer auf dem Display, obwohl ich sie wirklich 24 Stunden am Tag getragen habe. Die Displayhelligkeit der M600 ist zudem absolut ausreichend. Es kann eine automatische oder manuelle Helligkeit eingestellt werden. Wem die Displayhelligkeit, zum Beispiel bei starker Sonneneinstrahlung, nicht ausreicht, kann diese kurzzeitig zum Ablesen auf ein Maximum steigern. Dieses funktioniert entweder über das Einstellungmenü oder durch dreimaliges Drücken der Seitentaste – ziemlich durchdacht!

Auch aus einem schlechten Winkel ist die M600 noch gut ablesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung kommt das Display zwar an seine Grenzen, ist aber trotzdem noch ablesbar. Das habe ich persönlich schon schlechter erlebt. Das Display kann entweder dauerhaft aktiv sein, so dass abgedunkelt immer eine Uhrzeit angezeigt wird, oder das dieses bei einem Blick (Gestensteuerung) automatisch aktiviert wird. Bei der zweiten Variante braucht die M600 immer einen kurzen Moment bis die Uhrzeit angezeigt wird. Durch zweimaliges Drücken der Seitentaste lässt sich das Display übrigens deaktivieren, was besonders in den Nachtstunden sehr von Vorteil ist.

Ladeanschluss schlecht gelöst

Ich habe es anfangs schon erwähnt, das ich mir für eine Uhr in dieser Preisklasse eine Dockingstation zum Laden gewünscht hätte. Stattdessen hat die Polar M600 auf der Unterseite eine Ladebuchse mit kleinen Ladekontakten bekommen. Das speziell für die M600 konzipierte Ladekabel hat einen kleinen Magneten verbaut, welcher an der Uhr andocken soll. Leider ist der Magnet zu schwach und das Kabel sitzt viel zu locker an der Ladebuchse. So muss schon dreimal kontrolliert werden, ob das Kabel nun auch wirklich sitzt und die Polar M600 auflädt. Bei einem kleinen Stoß gegen das Ladekabel oder einem Verschieben der Uhr kann dieses schon abfallen. Wer nach zwei Stunden eine voll geladene Polar M600 vorfinden möchte und stattdessen eine Akkuwarnung auf dem Display sieht, kann schon ziemlich frustriert sein.

Funktionen

Die Polar M600 ist technisch auf dem neuesten Stand und bietet unglaublich viele sinnvolle und weniger sinnvolle Funktionen. Bei der M600 kann sowohl sowohl auf Sport-Features, als auch auf Android Wear Features zurückgegriffen werden.

Die Uhr bietet auch einen Vibrationsalarm, so dass beispielsweise bei eingehenden Nachrichten, Anrufen informiert oder bei eingestellter Weckzeit die Uhr anfängt zu vibrieren. Der Vibrationsmotor ist allerdings etwas schwach auf der Brust und könnte etwas mehr Power haben. Manchmal merke ich gar nicht das schwache Vibrieren der Polar M600.

Bedienung und Handhabung

Eine Besonderheit der Polar M600 ist die Gestensteuerung. So lässt sich hier durch Drehen, Kippen und Neigen des Handgelenks bzw. des Arms ganz einfach die Uhr bedienen. Es lassen sich beispielsweise Anwendungen und Nachrichten öffnen und es kann weiter- oder zurückgeblättert werden – ganz ohne das Display zu berühren. Im Alltag findet die Gestensteuerung, zumindest bei mir, nur wenig Anwendung, da sie noch nicht ganz hundertprozentig ausgereift ist. Aber der Weg und die Idee stimmt bei Polar definitiv.

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Ansonsten gelingt die Bedienung sehr zuverlässig über das Touch-Display. Dieses reagiert zuverlässig und präzise auf Fingerberührungen. Auch das Aufrufen der verschiedenen Menüs in der Uhr funktioniert einwandfrei. An die Einbindung der zwei haptischen Bedientasten bei der Navigation hat sich jeder Anwender schnell gewöhnt, so dass jeder nach spätestens einer Woche die Uhr fast blind bedienen kann und genau weiß, was bei welcher Berührung, welchem Tastendruck und “Scroll” passiert.

Polar-Sportfunktionen

Für mich persönlich sind die Sportfunktionen natürlich immer die wichtigsten bei einer Uhr, wie der Polar M600. So habe ich mich hier auf ein durchdachtes Sportmenü mit vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten gefreut und wurde von den abgespeckten Funktionen, zumindest bei einem Blick auf die Uhr selber wirklich maßlos enttäuscht. Erst in Kombination mit der Polar Flow App bzw. dem Polar Webservice macht die Uhr hier so richtig Spaß.

In das Sportmenü kann ganz einfach durch ein Drücken der Bedientaste unter dem Display navigiert werden. Dort gibt es dann den Unterpunkt “Training” und “Mein Tag”.

Training – welche Sportart machst du?

Bei dem Unterpunkt Training gelangst du direkt in das Sportarten-Menü. Hier können bis zu 20 unterschiedliche Sporarten auf die Polar M600 geladen werden. Einige gängige Sportarten sind auf der M600 schon im Auslieferungszustand vorzufinden. Über die Polar Flow App lässt sich nahezu jede Sportart auf Polar Sportuhr laden.

Mountainbike, Schwimmen, Geländelauf, Mobilität (dynam.), Krafttraining, Wandern, Jogging, Gruppentraining und noch viele weitere, nach Alphabet sortierte, Sportarten stehen zur Auswahl.

Anschließend taucht die Sportart im Trainingsmenü der M600 auf. Jede installierte Sportart hat voreingestellte Optionen. Jede Sportart nutzt den optischen Herzfrequenzsensor der Polar M600. Dieses wird anhand eines kleinen Kreises bei dem jeweiligen Sportprofil angezeigt. Sobald hier ein Puls angezeigt wird, ist die Uhr bereit für das Training. Ein weiterer Kreis darunter signalisiert, wenn ein GPS-Signal besteht.

der obere Kreis zeigt die Herzfrequenz, der untere signalisiert GPS-Empfang
der obere Kreis zeigt die Herzfrequenz, der untere signalisiert GPS-Empfang

Die Uhr findet draußen in ca. 30-40 Sekunden das GPS-Signal, so dass dann schon mit der Uhr los gelaufen oder gefahren werden kann. Ein solider Wert.

Sportprofile anpassen leider nur im Polar-Webservice

Wer nun noch auf große Einstellmöglichkeiten bei den Sportprofilen selber hofft, den muss ich leider enttäuschen. Auf der Polar M600 lässt sich nahezu gar nichts in diese Richtung einstellen. Die Sportprofile sind vorgegeben und lassen sich auf der Uhr auch nicht verändern. Hierfür muss mit dem Internetbrowser in den Polar Webservice navigiert werden. Hier hat hier dann die Möglichkeit die Datenfelder, die beim Training angezeigt werden, individuell anzupassen und GPS für einige Sportprofile zu aktivieren oder zu deaktivieren. Doch wirklich berauschend sind auch hier die Einstellmöglichkeiten nicht. Eine breite Palette an Datenfeldern steht nicht zur Auswahl und irgendwie wirkt alles auch etwas zu kompliziert gestaltet.

Trainingspläne für die Polar M600

Wo wir gerade schon beim Polar M600 Webservice sind. Insgesamt bietet dieser in Kombination mit der Sportuhr wirklich viele viele Funktionen und macht die M600 erst so richtig zu dem, was sie auch sein soll: Eine Sportuhr! So lassen sich hier wirklich alle Daten der letzten Wochen, Monate und Jahre vergleichen und Läufe und Radtouren noch einmal “nachempfinden”. Mich persönlich konnten vor allem die kostenlose Trainigspläne für einen Laufwettkampf überzeugen. Hier könnt ihr die Distanz (5, 10, 21, 42 km), das Trainingspensum, die Trainingsintensität und die Anzahl der Trainings pro Woche auswählen. Außerdem noch das Datum an welchem der Wettkampf stattfindet und wann das Programm beginnen soll. Anhand der einstellten Informationen wird dann ein individueller Trainingsplan erstellt. Das Programm für die 5 km Distanz dauert mindestens 9 Wochen. Für die 21 und 42 km Distanz sind es mindestens 14 Wochen. Der Wettkampf muss also wirklich noch etwas weiter in der Zukunft liegen, ansonsten kann der Plan nicht generiert werden.

Android-Wear Funktionen

Wer sich im PlayStore bei Google schon einmal umgesehen hat, wird hier viele Apps finden, die für Android Wear gemacht sind. Neben einigen Tracking Apps, wie beispielsweise “Komoot” oder “Runtastic” gibt es hier auch tolle Ergänzungen für die Polar M600. So sind hier haufenweise tolle Uhren-Designs zu finden.

Auch einige Spiele für die Polar M600 können hier heruntergeladen werden, so dass einem garantiert nicht langweilig wird. Insgesamt wirkt Android-Wear auf der Polar M600 ausgereift und gut umgesetzt. In Kombination mit der Google-Sprachsteuerung und Suche macht die Polar-Sportuhr richtig viel Spaß. Sprachbefehle werden zu zuverlässig erkannt und bieten einem tolle Möglichkeiten, die ich so bei einer Sportuhr- Smartwatch-Kombination noch nicht kannte.

Es lassen sich beispielsweise “Messenger-Nachrichten” verschicken oder eine Navigation über Google Maps starten. Außerdem können über die Sprachbefehle auch einfach Notizen gespeichert oder die Herzfrequenz gemessen werden.

Polar M600 mit Smartphone gekoppelt
Polar M600 mit Smartphone gekoppelt

Musik speichern und abspielen

Auf der Polar M600 lässt sich auch Musik direkt speichern. Über gekoppelte Bluetooth-Kopfhörer lässt sich diese schließlich direkt von der Uhr abspielen. Ein Lautsprecher ist leider nicht verbaut. Gerade für Sport dürften die Musikfunktionen sehr interessant sein.

Schrittzähler und Schlaf-Tracking

Neben dem Sportmenü kann die Polar M600 im Alltag auch ganz normal die Bewegung und den Schlaf aufzeichnen. Über die Google Fit App werden die gelaufenen Schritte über den gesamten Tag erfasst. Hier kann ein Schritt-Ziel angegeben werden. Auch ein Schlaf-Tracking ist mit der Polar M600 möglich. Hierfür muss die M600 in keinen besonderen Modus versetzt werden. Die Sportuhr erkennt automatisch, wann ins Bett gegangen wird und wann wieder aufgestanden wird. Dieses wird bei der Polar M600 anhand des Bewegungsensors aufgezeichnet und funktionierte im Test ziemlich zuverlässig. Die Schlafdaten lassen sich dann später in der Polar Flow App abrufen. Auf der Uhr selber sind diese Daten nicht zu finden.

Schrittzähler mit der "Google Fit" -App
Schrittzähler mit der “Google Fit” -App

Keine 24/7 Herzfrequenzaufzeichnung

Was bei der Polar M600 fehlt ist die durchgehende Herzfrequenzmessung über den Tag. Dieses würde, zumindest was den Kalorienverbrauch angeht, wirklich sehr genaue Werte liefern. Stattdessen muss die Herzfrequenz, wenn nicht gerade eine Aktivität ausgeführt wird, immer manuell gestartet werden. Die gemessenen Werte lassen sich später auf der Uhr wieder abrufen. Im Alltag findet eine solche Messung allerdings wenig bis gar nicht statt. Auf die durchgehende Herzfrequenzmessung wurde wahrscheinlich aufgrund der ohnehin schon kurzen Akkulaufzeit verzichtet.

Auch Stockwerke, wie bei anderen Fitnesstrackern, werden von der Polar M600 nicht aufgezeichnet. Ein Höhenmesser ist bei der M600 nicht mit an Board.

Folgende Dinge werden im Alltag getrackt

  • Schritte
  • Schlaf
  • Herzfrequenz (manuell)
  • Kalorien
  • Distanz

Auch kann über die “Mein Tag” Funktion abgerufen werden, was noch geleistet werden muss, um das Tagesziel zu erreichen. Hier kommen dann beispielsweise Meldungen wie “Zu leisten: 1:15 Std Laufen, 2:54 Walken usw.”.

Es muss versucht werden immer 100% des Tagesziels zu erreichen. Wenn das Ziel erreicht ist, meldet sich die Polar M600 per Vibration und einer Anzeige auf dem Display. Nicht immer reicht es aus nur das “Schrittziel” zu erfüllen um das Aktivitätsziel des Tages zu erfüllen. Meist werden 100% erst durch einen langen Spaziergang oder eine zusätzliche Sporteinheit erreicht.

Sportarten im Test

Ich habe mit der Polar M600 viele Sportarten ausprobiert um mir ein möglichst genaues Bild zu machen. Natürlich habe ich hierbei auch den optischen Herzfrequenzsensor auf Herz und Nieren getestet und ihn an seine Grenzen gebracht.

Nachdem die gewünschte Sportart ausgewählt wurde, der Herzfrequenz-Sensor und/oder der GPS-Sensor ein Signal hat, kann die Sportart durch nochmaliges Drücken auf diese gestartet werden. Hier hätte ich mir gewünscht, das die Sportart erst nachdem die Sportart fix ausgewählt wurde über beispielsweise den haptischen Bedien-Button auf der Vorderseite gestartet wird. Stattdessen startet die Sportart sofort, wenn diese mit einer Fingerberührung ausgewählt wird. Es besteht nicht die Möglichkeit noch irgendwelche Einstellmöglichkeiten an der Sportart vorzunehmen.

Herzfrequenzmessung während einer Aktivität
Herzfrequenzmessung während einer Aktivität

Laufen und Radfahren

Die Polar M600 weiß bei Ausdauersportarten, die sehr konstant ausgeführt werden, zu überzeugen. Hierbei wird Strecke und Herzfrequenz sehr zuverlässig aufgezeichnet. Die Werte des optischen Herzfrequenzsensors sind hier fast identisch mit denen des Brustgurts. Beim Laufen ist die M600 ein guter Begleiter, auch wenn es an einigen für mich selbstverständlichen Funktionen wie beispielsweise einer “Auto-Pause-Funktion” fehlt.

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Krafttraining

Beim Kraft- bzw. Bodyweight-Training funktioniert der optische Herzfrequenzsensor der M600 nicht mehr ganz optimal. Dieses liegt vor allem an der Position der Uhr direkt am Handgelenk. Logischerweise wird der Blutfluss beeinflusst, wenn die Arme und Hände aktiv mit im Einsatz sind. Gerade wenn der Puls schnell nach oben ging kam der optische Herzfrequenzsensor an seine Grenzen. Für einen genauen Puls während des Krafttrainings oder Sportarten jenseits der konstanten Ausdauer-Sportarten empfehle ich deshalb die Kopplung eines Brustgurts. Bei der M600 ist eine Kopplung eine Bluetooth-Brustgurt problemlos möglich.

Wenn ihr mehr zur Genauigkeit des optischen Herzfrequenzsensors erfahren und euch die Pulskurven anschauen wollt, könnt ihr euch den Beitrag anschauen, in welchem ich mit der M600 verschiedene Sportarten ausprobiert habe.

Polar Flow App

Die Polar Flow App ist die App, in welcher alle Daten zusammenlaufen. Die App ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet. Es lassen sich Wochen- Monats- und Jahresansichten abrufen und miteinander vergleichen. Optisch macht die App einiges her und auch von der Bedienung ist die App äußerst solide und selbsterklärend gestaltet. Die Auswertung der einzelnen Aktivitäten lässt sich hier genauso vornehmen, wie das Ergänzen von neuen Sportarten, die bei der nächsten Synchronisation auf die Polar M600 geladen werden. Auch die Schlafeffizienz- und Dauer lässt sich in der Polar-App ansehen. Mir persönlich gefällt die App ausgesprochen gut.

Akkulaufzeit

Über den schlecht gelösten Ladeadapter habe ich anfangs schon geschrieben. Leider konnte mich die Akkulaufzeit der Polar M600 nicht wirklich überzeugen. Bei vielen aktivierten Funktionen, wie Benachrichtigungen, aktiviertem WLAN und Bluetooth und mehrmaliger manueller Herzfrequenzmessung muss die Polar M600 am Ende des Tages wieder an den Ladestecker. Vor allem, wenn ihr euch tagsüber auch noch sportlich betätigt und dieses mit der Uhr aufgezeichnet habt. Bei einem Akkustand von 15% kommt die erste Warnung. All zu lange sollte dann nicht mehr gewartet werden, bis die Uhr an den Stecker kommt. Wer die meisten Benachrichtigungsfunktionen deaktiviert hat, wird mit der M600 auf maximal zwei Tage Akkulaufzeit kommen. Dieses aber definitiv nur unter optimalen Bedingungen, die ich in dem mehrmonatigen Test nie erreicht habe.

Fazit

Die Polar M600 ist die erste Sportuhr, die auch gleichzeitig ein echtes Android-Wear bietet. Dadurch ist sie natürlich was den Funktionsumfang angeht ein absoluter Knaller. Mich persönlich konnte hier vor allem die Sprachsteuerung und die tollen Wear-Apps überzeugen. Das Sportmenü konnte mich nicht zu einhundertprozent überzeugen, da es mir hier an vielen wichtigen Einstellmöglichkeiten fehlt. Hier hatte ich mir deutlich mehr von der Polar M600 erhofft. So bleibt am Ende ein bisschen ein zwiegestaltendes Gesamtbild. Auf der einen Seite ist die Uhr toll verarbeitet und bietet viele Sportprofile und Android Wear Funktionen. Auf der anderen Seite wirkt aber besonders das Sportmenü noch nicht ganz ausgereift. So ist und bleibt die Polar M600 mehr Smartwatch als Sportuhr. Meiner Meinung nach ist sie eher für Gelegenheitssportler, denen eher die Smartwatch-Features der Polar M600 wichtig sind. Der GPS-Sensor und der optische Herzfrequenzsensor sind für eine Sportuhr Pflicht und bei der Polar-Uhr gut umgesetzt. Das die sechs LEDs des Sensors nun genauer sind, als die meist drei verbauten LEDs bei anderen Sportuhren, konnte ich im Test nicht feststellen. Für mich ist die Polar M600 eine absolut solide Smartwatch mit toller Sprachsteuerung. Sehr sportliche Menschen werden bei der M600 viele Funktionen vermissen, die bei anderen Herstellern selbstverständlich sind. Das können auch die kostenlosen Trainingspläne für das Laufen nicht wieder wett machen. Schon gar nicht, wenn auf den hohen Preis von über 300€ geschaut wird.

Wie ist eure Meinung zur Polar M600? Schreibt diese doch einfach als Kommentar unter den Beitrag. Kann euch das Sportmenü mehr überzeugen? Was fehlt eurer Meinung nach bei der Polar M600?

Quelle (technische Daten): Polar.com / M600

Bewerte diesen Beitrag:
[Total: 3 Average: 4]
Meine Gesamtbewertung
Preis und Lieferumfang
80 %
Design & Verarbeitung
83 %
Bedienung & Handhabung
89 %
Funktionsumfang
95 %
Akkulaufzeit
75 %
Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

2 Kommentare

  1. hallo,
    habe mir vor kurzem diese Polar M600 gekauft,
    wie kann ich den Schrittzähler kalibrieren? hier stimmt etwas nicht, ich habe einen sitzenden beruf u am abend 6900 schritte ohne spazierengehen, Fitness, .. erreicht – das kann nicht sein
    das Schlaftracking funktioniert bei meiner Uhr leider nicht…
    hast du eine Idee?

    • Ja, wenn du wirklich nur den ganzen Tag rumsitzt ist das schon komisch. Aber bei der M600 werden die Schritte eh etwas großzügiger getrackt. Beim Schlaf kann ich dir nicht weiterhelfen

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