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Polar M600: Optische Herzfrequenz im Vergleich zur Brustgurt-Messung

Die Polar M600 hat auf der Unterseite einen optischen Herzfrequenzsensor verbaut. Mit diesem kann der Puls direkt am Handgelenk gemessen werden. Hierfür hat die M600 sechs LED verbaut, die unter die Haut strahlen und so ein noch genaueres Herzfrequenz-Ergebnis erzielen sollen. Doch wie genau ist der optische Herzfrequenzsensor der Polar M600 im Vergleich zu einem Brustgurt? Die Brustgurt-Messung ist, schon aufgrund der perfekten Position und Nähe zum Herz, auf jeden Fall immer noch die genaueste Variante seinen Puls zu bestimmen. Deshalb habe ich bei verschiedenen Sportarten und Aktivitäten sowohl einen Brustgurt, als auch die Polar M600 getragen. Am Ende habe ich beide Herzfrequenzkurven übereinander gelegt um einen bestmöglichen Vergleich zu bekommen.

Bei Ausdauer-Aktivitäten fast perfekt

Es liegt nahe, das ich den optischen Herzfrequenz-Sensor als erstes beim Laufen auf die Probe stellen wollte. Laufen ist ohnehin die Volks-Sportart Nummer 1, so dass diese auch für die meisten interessant sein dürfte. Das Ergebnis des optischen Herzfrequenzsensors kann sich hier wirklich sehen lassen. Die Werte sind fast identisch mit denen des Brustgurts.

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Brustgurt VS optischer Herzfrequenzsensor (Laufen)

Die Durchschnitts-Herzfrequenz ist nahezu identisch mit denen des Brustgurts. Bis auf kleinere Messungenauigkeiten wird bei Ausdauer-Aktivitäten ein hervorragendes Ergebnis erzielt.

Dieses Ergebnis hat mich weniger überrascht, da ich auch schon bei anderen Sportuhren mit optischem Herzfrequenzsensor ähnlich gute Werte erzählt habe. Wo die optische Messung an ihre Grenzen kam, war meist beim Kraft- bzw. Bodyweight-Training auf der Matte. Deshalb war klar, das ich dieses als nächstes ausprobieren muss.

Bei Krafttraining nicht überzeugend

Beim Training mit Hanteln oder auch auf der Matte wo die Arme aktiv mit eingesetzt werden, oder auch die Handfläche mal aufgestützt wird, hat der optische Herzfrequenzsensor logischerweise nicht mehr die optimalen Bedingungen. Der Blutfluss im Arm kann in diesem Moment durch die ausgeführte Sportübung beeinflusst sein und die Sportuhr kann auch etwas am Arm verrutschten. Die Polar M600 kann einfach auch nicht so fest gezogen werden, das diese sich bei Sportübungen gar nicht mehr am Handgelenk bewegt und wirklich steif und fest an einer Position bleibt. Dafür müsste diese schon so extrem fest gezogen werden. Doch das wird auf Dauer unangenehm und ich persönlich empfinde die M600 dann als sehr störend. Deshalb habe ich versucht diese so zu tragen, wie in der Bedienungsanleitung empfohlen: Kurz oberhalb des Handgelenk-Knochens, beim Sport fester, im Alltag etwas lockerer (da eh keine 24h Herzfrequenzmessung stattfindet).

Das Ergebnis beim Krafttraining (Pushups, Climbers, Standups, Situps) konnte insgesamt nicht überzeugen. Beim Workout ist hier im Schnitt eine Abweichung von bis zu 10 Schlägen. Zumindest wenn das Gesamtergebnis betrachtet wird. Ich hatte dennoch das Gefühl, das mit zunehmender Dauer des Workouts der optische Herzfrequenzsensor immer besser wurde und sich immer mehr an den Brustgurt angeglichen hat. Wenn ihr aber die beiden Kurven betrachtet werden hier doch einige Schwächen der optischen Herzfrequenzmessung deutlich.

Brustgurt VS Polar M600 (Krafttraining)

Brustgurt VS Polar M600 (Krafttraining)

Natürlich wollte ich das Ergebnis so nicht auf mir sitzen lassen und habe einen weiteren Test gemacht: 50 Burpees, bei denen der Puls erfahrungsgemäß schnell nach oben geht und ich die letzten Burpees dann im maximalen Pulsbereich absolviere. Ihr ahnt es schon: Das Ergebnis ist ernüchternd. Der optische Herzfrequenzsensor kam hierbei absolut nicht hinterher und hat den hohen Puls nicht mal im Ansatz erfassen können. Natürlich waren meine Arme auch wirklich durchgehend und aktiv im Einsatz und die gesamte Aktivität hat nur knapp über zwei Minuten gedauert. Doch auch bei kurzen intensiven Aktivitäten muss die optische Herzfreuenzmessung funktionieren.

Brustgurt VS optischer Herzfrequenzsensor (50 Burpees)

Brustgurt VS optischer Herzfrequenzsensor (50 Burpees)

Schon im Mai 2016 habe ich die optische Herzfrequenzmessung genauer unter die Lupe genommen und die Stärken und Schwächen herausgestellt. In diesem habe ich auch mögliche Fehlerquellen für euch herausgestellt. Schaut ihn euch doch einfach einmal an.

Fazit

Bei konstanten Ausdaueraktivitäten weiß der optische Herzfrequenzsensor der Polar M600 in ganzer Linie zu überzeugen. Bei langanhaltenden Workouts oder Krafttraining funktioniert er durchschnittlich gut. Bei schnellen, kurzen und sehr intensiven Trainingseinheiten kann der Sensor den Puls nicht erfassen – vor allem nicht, wenn die Arme und Hände aktiv mit zum Einsatz kommen. Doch das ist vermutlich einfach zu viel verlangt. Denn hier versagen auch die optischen Sensoren von anderen Sportuhren ausnahmslos.

Welche Erfahrungen mit dem optischen Herzfrequenzsensor der Polar M600 habt ihr gemacht? Schreibt eure Erfahrungen doch einfach mal als Kommentar unter diesen Beitrag.

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Kommentare

Beate Glur 13. Juni 2018 um 12:09

Hallo, kann das sein, dass diese Uhr die Herzfrequenz nicht dauerhaft auf dem Display anzeigt? Das ist doch das mindeste, was ich von sooo einer teuren Uhr erwarte…

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