Stand Up Paddling: Tipps für Anfänger (Basics)

Aufsteigen, Aufstehen, Standposition, Paddelschlag, Lenken & Bremsen

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Bevor ihr euch auf das Stand Up Paddling Board stellt, solltet ihr euch über einige wichtige Fragen Gedanken machen.  Dann fällt euch der Einstieg leichter und ihr habt von Anfang an noch mehr Spaß auf eurem SUP-Board. Deshalb gibt es hier im Beitrag jetzt erst einmal ein paar grundlegende Stand Up Paddling Basics, die euch vor allem bei den ersten Schritten auf dem Board sehr helfen können: Wie bringe ich das Board ins Wasser? Wie steige ich auf das Stand Up Paddling Board auf? Wie ist die richtige Standposition? Wie funktioniert der richtige Paddelzug? Wie stehe ich auf dem Board auf? Diese Fragen möchte ich euch kurz zusammengefasst in diesem Beitrag beantworten.

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Das Board auf das Wasser setzen

Ihr seid mit eurem Stand Up Paddling Board endlich beim Gewässer angekommen, welches ihr befahren wollt. Schon beim Aufsetzen des Boards auf das Wasser gibt es einige Tipps, wie ihr Schäden am SUP-Board verhindern könnt. Besonders bei sehr seichtem Gewässer kann es hier zu Schäden an der Finne eures Boards kommen, wenn ihr nicht aufpasst. Achtet beim Setzen des Boards auf Steine oder Äste, die sich in Ufernähe befinden. Macht euch klar, wo beim SUP das Bug und wo das Heck ist. Setzt nun das Board, sollte das Wasser an der Stelle sehr flach sein, mit der Finne zuerst auf das Wasser, so dass diese im etwas tieferen Wasser sitzt. So verhindert ihr Schäden an der Finne beim Aufsteigen und starten.

Aufsteigen auf das SUP

Nun habt ihr das Board im Wasser und wollt auf euer SUP-Board aufsteigen – natürlich ohne ins Wasser zu fallen. Gerade am Anfang kann das Aufsteigen eine wacklige Angelegenheit sein. Mit den Tipps gelingt das sichere Aufsteigen garantiert.

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in flachem Wasser

Wenn das Wasser an der Stelle sehr flach ist, könnt ihr deutlich einfacher auf euer SUP-Board aufsteigen. Legt dafür das Paddel einfach quer über das Board. Stellt euch nun seitlich neben das Board und haltet das Paddel locker mit beiden Händen fest. Durch die waagerechte Paddelposition können kleinere Wellen schon bequem mit dem Paddelblatt abgefangen werden und ihr habt mehr Stabilität im Wasser.

Bringt das boardnahe Knie, kurz hinter dem Sweet Spot (Boardmitte), auf das Brett. Zieht das andere Bein nach. Stoßt euch vorher eventuell etwas vom Boden ab, so dass ihr etwas an Geschwindigkeit bekommt. Dann hat das Board noch mehr Stabilität im Wasser. Das Paddel bleibt während der gesamten Zeit waagerecht auf dem Board liegen. Stabilisiert nun eure Position und richte deinen Oberkörper vorsichtig auf. Paddle nun solange in der Knie-Position bis du dich sicher fühlst.

in tiefem Wasser

Das Aufsteigen auf das Board in etwas tieferem Wasser kann schnell zur Herausforderung werden. Meist geht dem Aufsteigen auch ein Sturz voraus, weshalb ihr es ohnehin nicht ganz einfach habt, wieder auf das Board zu kommen. Um aber auch für diesen Fall bestens gerüstet zu sein, kommt hier der Tipp, um auch in etwas tieferem Wasser wieder sicher auf das Stand Up Paddling Board zu kommen. Legt erst einmal euer Paddel wieder waagerecht auf das Brett, so dass diese kleinere Wellen ausgleicht. Schließlich könnt ihr euch in Bauchlage seitlich oder vom Heck auf das Board ziehen.

Etwas erfahrenere Paddler bringen direkt den Fuß aufs Board. Das ist aber für einen Anfänger nur schwer machbar, weshalb ich die erste Variante empfehle.

Aufstehen

Der nächste Punkt, nachdem ihr euch im Knien auf dem Board sicher fühlt, ist das Aufstehen. Mit einigen Tipps und Tricks gelingt auch dieses völlig problemlos. Für das Aufstehen legt ihr euer Paddel waagerecht auf das Brett. Dieses sorgt bei einem eventuellen Kippen für mehr Stabilität auf dem Brett. Nun stellt ihr erst einen Fuß auf der Höhe des Sweet Spots (Mitte) auf. Das andere Knie lasst ihr vorerst unten. Nun stellt ihr vorsichtig auf den zweiten Fuß auf. Lasst die Knie dabei etwas gebeugt, so dass ihr kleinere Wellen noch abfedern könnt. Richtet euren Oberkörper nun langsam auf.

Standposition

Achtet darauf das die Füße auch wirklich parallel zueinander stehen. Je weiter ihr am Rand steht, desto mehr Stabilität hat euer Board. Anfänger bzw. Allround-Boards sind in der Mitte breit genug, so dass ihr mit diesen nicht sofort umkippt – selbst wenn das Board mal in Schräglage gerät. Am Sweet Spot befindet sich meist eine Trageschlaufe vom Board, so dass ihr diesen leicht finden könnt. Wenn ihr dort steht, habt ihr auf jeden Fall den sichersten Punkt eures Board gefunden.

Basis-Paddelschlag

Greift das Paddel mit einer Hand am Paddelgriff und der anderen am Paddelschaft. Je weiter die beiden Hände am Paddel auseinander sind, desto mehr Kraft wird beim Paddeln übertragen und je sportlicher und schneller seid ihr unterwegs.

Paddelkunde: Das Paddel hat in der Regel einen leichten Winkel (2 Seiten). Die abgewinkelte Seite (Angle Blade) muss beim Paddelschlag immer von dir weg zeigen. Es wird ausschließlich mit der Power Face geschlagen. Ansonsten kann es zu einem Flattern im Wasser kommen!

Taucht mit dem Paddel möglichst weit vorne neben eurem SUP-Board ein und zieht es kraftvoll bis zu den Versen nach hinten. Das Paddelblatt sollte hierbei möglichst komplett unter Wasser sein. Um dabei nicht zu viel zu lenken, solltet ihr nach ca. 3-4 Schlägen die Seiten wechseln. Hierbei tauschen die Hände einfach die Position und es wird an der anderen Seite des Boards geschlagen.

Lenken und Bremsen (Anfänger)

Auch das Lenken und Bremsen solltet ihr auf dem SUP-Board beherrschen. Gerade, wenn noch anderer Schiffs- und SUP-Verkehr auf dem Gewässer unterwegs ist. Für das Bremsen taucht ihr einfach euer Paddel möglichst weit hinten, boardnah, ins Wasser und haltet es an dieser Position. Achtet darauf, das ihr auch wirklich leicht in die Knie geht, damit ihr von den Bremskräften nicht vom Board geworfen werdet. Das Board bremst langsam ab und dreht sich gleichzeitig zur Seite, in welche ihr das Paddel ins Wasser getaucht habt.

Video zu den SUP-Basics

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

2 Kommentare

  1. Zum wieder aufsteigen in tiefem wasser nach sturz erwarte ich diektere anweisung. Von hinten aufs brett.? Es gibt doch eine hilfe von der seite aus das brett mehrere male durch handstütz herunter zu drücken.
    Hierzu wäre ein video insbes. Für anfänger mal sehr hilfreich.

    Danke

  2. Den Aufstieg von hinten habe ich auch schon öfter praktiziert allerdings an einem Seil mit Knoten und Karabiner den ich in der mittleren Schlaufe einhänge wenn ich ihn brauche. Das ist für mich „Überschweren“ die einfachste und kraftsparenste Methode. Hast du noch Laufkleidung oder Neopren an kann das die einzige Möglichkeit sein auf‘s Bord zu kommen. Wichtig noch beim warmen Verhältnissen ausprobieren ob ihr mit eurer Kleidung, bzw. mit Neoprenstiefel noch aufs Board kommt. Im kalten Wasser gelten andere Regeln und du hast keine Zeit für mehrere Versuche.
    Danke SUP TV Team für eure interessanten und breit gestreuten Beiträge.
    Wolfgang

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