Der Urbanathlon ist ein urbaner Hindernislauf, der jedes Jahr mitten in Hamburg stattfindet. Am Samstag den 30. Juli 2016 war es wieder soweit: 1000 Treppenstufen, 250 Höhenmeter, 16 urbane Hindernisse, die auf 12 Kilometer verteilt sind. Für einen Lauf mitten in der Stadt klingt das doch gar nicht so schlecht, oder? Für uns ist der Urbanathlon ein Heimspiel, weshalb die Teilnahme an diesem Event selbstverständlich war. So machten wir uns gegen Mittag mit der S-Bahn in Richtung Königstraße auf, um von dort dann zu Fuß bis zum Cruise Center Altona zu gehen.

Anreise und Startunterlagen

Die Anreise mit der S-Bahn war ziemlich entspannt. Uns war klar, das die Parkplatzsituation rund um das Eventgelände nicht die Beste ist, weshalb wir direkt auf die S-Bahn umgestiegen sind. Von der S-Bahn Königstraße bis runter an die Elbe zum Eventgelände war es weniger als 1 Kilometer zu Fuß. Die Startunterlagen konnten unter Vorlage einer E-Mail in Kombination mit einem Personalausweis direkt im Cruise Center abgeholt werden. Hier gab es, nach Startnummern sortiert, verschiedene Warteschlangen, die zügig abgearbeitet wurden. Nachdem wir die Startnummer und den Chip erhalten hatten, konnten wir mit zwei Coupons, die an der Startnummer angebracht waren, den Starterbeutel und das Funktionsshirt abholen. Insgesamt hat die Abholung des Starterbeutels, des Shirts und der Nummer weniger als fünf Minuten in Anspruch genommen. Großes Lob für die Organisation! Im Starterbeutel waren verschiedene kleine Giveaways der verschiedenen Sponsoren. Insgesamt ein gelungener Starterbeutel und ein ganz nett gestaltetes Funktionsshirt.

Eventgelände

Das Eventgelände erstreckte sich über die gesamte Fläche vor dem Cruise Center Altona. Aufgrund von 4000 Startern war dieses allerdings auch zwingend notwendig. Denn so konnten sich die ganzen Läufer hier gut verteilen, ohne dass es zu starkem Gedränge kam. Auf dem Gelände waren viele Stände vorhanden, die etwas Essbares anboten. Aber auch ein paar Sporthersteller hatten hier ihren Stand aufgeschlagen und luden zu kleineren Spielen ein. Außerdem konnten Power-Riegel und Trockenfleisch ohne Ende probiert werden. Die Preise für das Essen an den Ständen war, für Hamburg üblich, ziemlich hoch, so dass wir hier nicht überrascht wurden. In der Mitte des Geländes befand sich eine Bühne auf welcher verschiedene Sportgruppen eine Vorführung gaben und wichtige Dinge zum Urbanathlon bekanntgegeben wurden. Sitzmöglichkeiten standen in Form von Bierzeltgarnituren ausreichend zur Verfügung. Insgesamt ein gelungenes und abwechslungsreiches Eventgelände, welches zum Stöbern einlud.

Taschenabgabe und Warm Up

Es bestand die Möglichkeit seine Tasche während des Laufs abzugeben. Hierfür gab es auch einen extra Bereich im Cruise Center und einen kleinen Papierschnipsel, welcher an der Tasche befestigt werden konnte. Die Taschenabgabe, wie auch die Abholung nach dem Lauf, verlief absolut problemlos. Vor dem Start sollte es auf der Bühne noch ein kurzes Warm Up geben. Leider wurde hier vergessen, das direkt vor der Bühne viele Bierzelgarnituren aufgebaut waren, weshalb der Bewegungsradius vieler Starter doch sehr eingeschränkt war. Obwohl nur ein Bruchteil der Starter am Warm Up, welches auch schnell wieder vorbei war, teilnahmen, war hier eindeutig zu wenig Platz um die gezeigten Übungen auszuführen. Da bin ich persönlich dann doch lieber für ein Warm Up und Anheizen direkt im Startblock.

Startblock und Start

Die Startblöcke beim Urbanathlon waren von A bis H eingeteilt. Die Startblöcke (ca. 500 Personen) starteten immer im fünf Minuten Takt. Ich durfte im Startblock A starten, stand also ziemlich weit vorne! Der Startblock war nicht überfüllt und es befanden sich wirklich nur die Starter im Block, die auch wirklich eine rote Startnummer trugen. Hier wurde von den Ordnern genau drauf geachtet. Andere Starter aus den späteren Blöcken wurden nicht in den ersten Block gelassen. Der Start erfolgte pünktlich um 15:30 Uhr mit einem Schiffshorn! Dann ging es auf die 12 Kilometer lange Strecke!

Urbanathlon / Hindernisse

Auf den ersten 500 Metern gab es, obwohl ein schnelles Tempo gelaufen wurde, ziemlich viel Gedränge von anderen Teilnehmern. Bis dann jeder schließlich sein Tempo gefunden hatte. Die Kilometer waren am Streckenrand gut sichtbar ausgeschildert. Es gab zwei Verpflegungsstationen mit Wasser auf der Strecke (km 8 und 4).

Die Strecke beim Urbanathlon war allerdings ziemlich lauflastig und dadurch ziemlich fordernd. Es machte sich bei mir bemerkbar, das mein letzter Lauf doch schon längere Zeit her war, so dass ich gerade mit den Treppen und Steigungen zu kämpfen hatte. Es ging viel rauf und wieder runter! Wer hätte gedacht, das Hamburg so viele Berge hat? Die Treppenstufen und Steigungen schienen für die meisten Läufer das größte Hindernis zu sein. Denn ich sah viele Läufer nach den langen Steigungen erst einmal entspannt weitergehen. 

Die 16 Hindernisse waren im Vergleich dazu eher als Entspannung zu sehen und nicht wirklich fordernd. Hier einmal unter einem Truck und einem Gerüst durchgekrochen, kurz Klettern, kurz Hangeln, mit Anlauf über die Halfpipe und einen Reifenberg.

Die Highlight-Hindernisse kamen direkt vor dem Zieleinlauf. Hier durfte über mehrere Reihen von Autos geklettert werden – yeah! Für mich persönlich war das Wichtigste, das ich ohne Stau an den Hindernissen durch den Urbanathlon komme. Dieses war, wohl auch aufgrund meines Startblocks, gewährleistet. An keinem Hindernis, auch nicht an der Halfpipe, gab es Stau! Die Verteilung der Hindernisse war meiner Meinung nach auch deutlich durchdachter als in den Vorjahren. Insgesamt eine gelungene Strecke, welche aufgrund der Steigungen und Treppenstufen ein anspruchsvolles Level hatte.

Ziel

Im Zieleinlauf wurde einem direkt die Medaille überreicht und es ging weiter in die Verpflegungszone. Hier gab es Wasser, Bier und viel viel Obst. Insgesamt eine gute und ausreichende Zielverpflegung für einen Hindernislauf. Die überreichte Medaille ist schick und macht einen robusten, nicht billigen, Eindruck.

Duschen und Umkleiden

Sogar Duschen und Umkleiden standen nach dem Urbanathlon 2016 zur Verfügung. Hier gab es Duschkabinen, bei welchen es, mit etwas Glück, sogar warmes Wasser gab. Die Duschen waren für einen Hindernislauf richtig gut. Wer bei anderen Hindernisläufen, die deutlich matschiger waren, bereits unter einem kalten Gartenschlauch an einem Holzgerüst geduscht hatte, wusste die Duschen beim Urbanathlon als Luxus einzustufen. Umkleiden und Duschen: TOP!

Fazit

Der Urbanathlon ist der einzige Hindernislauf mitten in Hamburg. In einer Stadt ist es immer schwierig Hindernisse zu integrieren. Dennoch ist es den Veranstaltern hier gelungen 16 urbane Hindernisse auf der 12 km Strecke zu integrieren. Auch wenn es jetzt nicht die Hindernisse mit Adrenalinkick waren, haben sie trotzdem Spaß gemacht. Das anspruchsvollste waren aber definitiv die Steigungen und ca. 1000 Treppenstufen! Diese haben mir aufgezeigt, das ich nun wirklich wieder regelmäßiger Laufen gehen sollte. Im November und Dezember warten nämlich wirklich extreme Herausforderungen auf mich…

Die Organisation des Urbanathlon war perfekt und durchdacht. Ich hatte vorab viel Schlechtes gehört und wurde am Ende positiv überrascht!

Bewerte diesen Beitrag:
[Total: 1 Average: 5]
Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here