Das Mi Band 2 ist die neueste Version des beliebten Fitnessarmbands. Das Vorgängermodell ist das Xiaomi Mi Band 1S, welches auch schon die Herzfrequenz am Handgelenk messen konnte. In diesem Beitrag möchte ich die beiden Mi Band Varianten miteinander vergleichen und sagen, ob sich ein Umstieg auf das neue Mi Band 2 lohnt. Das Mi Band 1S habe ich wirklich über mehrere Monate getragen und konnte mir so perfekt ein Bild machen. Auch die Mi Band 2 Variante begleitet mich nun schon einige Zeit, weshalb es heute Zeit für einen Vergleich wird.

Preis

Preislich liegen die beiden Mi Band Varianten schon etwas auseinander. Als das Mi Band 2 offiziell vorgestellt wurde, ist der Preis der 1S-Variante stark gefallen. Dieses war teilweise für ca. 15 Euro erhältlich. Das Mi Band 2 liegt preislich meist zwischen 30-40 Euro – also ungefähr das Doppelte! Ob sich der Mehrpreis in Hinblick auf die zusätzlichen Funktionen lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Design und Verarbeitung

Das Grunddesign der beiden Mi Band Varianten ist identisch. Bei genauerem Hinsehen werden allerdings doch viele Unterschiede zwischen den beiden Versionen deutlich. Das Mi Band 2 ist schon deutlich größer, als die dezente 1S-Variante. So fällt das Mi Band 2 noch mehr auf und wirkt gerade an dünnen Handgelenken etwas klobiger, als das Vorgängermodell. Daran ändert auch der schwarze Chip im Armband des Mi Band 2 nicht mehr so viel.

Auch das Armband der beiden Varianten ähnelt sich auf den ersten Blick stark. Allerdings sind auch hier einige große Unterschiede zu erkennen. Der Verschluss beim Mi Band 2 wurde komplett geändert. Dieser hat das gleiche Design wie der Bedien-Button auf der Oberseite. Auf dem Armband des Mi Band 2 ist zudem ganz dezent die Seriennummer eingelassen. Allerdings musste ich nach mehrwöchigem Test doch feststellen, dass der Verschluss der 1S-Variante besser hält als die der neuen Mi Band 2 Version.

Chip mit Herzfrequenz und Display

Auch der Chip hält in der neuen Version des Mi-Silikon-Armbands noch besser. Dieser muss schon richtig stark mit den Finger herausgedrückt werden. Das dieser von alleine doch mal herausfallen könnte, halte ich für ausgeschlossen.

Der größte Unterschied zwischen dem Mi Band 2 und dem Mi Band 1S ist aber das 0,4 Zoll OLED Display, welches auf der Oberseite der neuen Version zu finden ist. So mussten Nutzer des 1S komplett ohne Display auskommen und waren immer auf das Smartphone zum Abrufen der Daten angewiesen. Bei der Version haben 3 weiße LEDs den aktuellen Schritt-Status angezeigt. Bei dem Xiaomi Mi Band 2 können die Daten bequem über das integrierte Display abgerufen werden. Darüber ist auch eine Pulsmessung möglich.

Bei dem Mi Band 1S musste für eine Pulsmessung die Mi Fit App gestartet und dort die Pulsmessung aktiviert werden. Beim Mi Band 2 geht das über den integrierten Button auf der Oberseite. Über diesen lassen sich die einzelnen Informationen auch durchschalten.

Die Verarbeitung der beiden Mi Band Varianten ist absolut hochwertig. Der Chip beim Mi Band 2 wirkt allerdings ingesamt, wohl auch aufgrund des Displays, noch etwas wertiger, als das Vorgängermodell. Auch das in komplett schwarz gehaltene Mi Band 2 wirkt insgesamt doch etwas moderner und stylischer. Es sticht dadurch auch deutlich weniger ins Auge.

Funktionen

Von den Funktionen unterscheiden sich die beiden Mi Band Varianten eigentlich nicht voneinander. Beide Fitnessarmbänder können Schritte, Schlaf und die Herzfrequenz tracken. Auch eine Benachrichtiungsfunktion und eine Umrechnung der Schritte in eine Distanz bieten beide Varianten an. Der Unterschied liegt hier vielmehr darin, wie sich die gesammelten Daten abrufen lassen. So kann beim Mi Band 2 einfach durch einen integrierten Lagesensor das Mi Band gedreht werden und beispielsweise die Uhrzeit wird auf dem Display angezeigt. Es lassen sich alle Daten auf dem kleinen Display anzeigen und durchschalten. Dafür muss einfach die Taste unterhalb des Displays betätigt werden. Beim Mi Band 1S ist zum Abrufen der gesammelten Fitness-Daten immer ein Smartphone notwendig!

Angezeigte Daten ändern

In der Mi Fit App lässt sich bequem einstellen welche Daten auf dem kleinen Display angezeigt werden und welche beim durchschalten mit dem Button weggelassen werden sollen. Außerdem gibt es beim Mi Band 2 endlich einen Inaktivitätsalarm. Das heißt, dass bei zu langem Sitzen bzw. einfach Inaktivität, das Mi Band vibriert. Es soll einen daran erinnern sich mal wieder etwas zu bewegen. Diese Funktion lässt sich in der Mi Fit App aktivieren / deaktivieren.

Beim Erreichen des voreingestellten Tagesziels beim Mi Band 2 wird auf dem Display ein Abzeichen angezeigt und das Band vibriert. Das Mi Band 1S blinkt und vibriert einfach nur beim Erreichen des voreingestellten Tagesziels.

Der Test des Mi Band 2 hat gezeigt, dass der optische Herzfrequenzsensor zum Vorgängermodell deutlich verbessert wurde. So ist dieser nun zuverlässiger und zeigt auch einen plausiblen Puls an. Bei der 1S-Variante waren nach der Messung wirklich teilweise absurde Werte, so dass eine Pulsmessung über die App wenig bis gar nicht durchgeführt wurde. Bei der Mi Band 2 Version kann die Messung einfach über das Drücken des Buttons erfolgen, was die Bedienung um einiges erleichtert. So wird auch eher mal von der Pulsmessung am Handgelenk Gebrauch gemacht. Eine Automatische Pulsmessung gibt es beim Mi Band 2 (noch) nicht.

Beide Varianten sind nach IP67 Norm wasserfest und können beim Duschen und Schwimmen getragen werden. Die 1S Variante hat bei mir im Test sogar das Schwimmen im Meer problemlos weg gesteckt!

Akku und Akkulaufzeit

Der Akku wurde beim Mi Band 2 auf 70mAh erhöht. Die 1S Variante verfügt lediglich über einen 45mAh Akku. Das Mi Band 1S schafft mit einer Akkuladung, je nachdem ob die Benachrichtigungen aktiviert wurden aber immerhin problemlos 30 Tage. Bei deaktivierter Benachrichtigungsfunktion und seltener bis gar keiner Pulsmessung sogar bis zu 60 Tage. Die Mi Band 2 Variante schafft, natürlich durch das zusätzliche Display, maximal 20 Tage. Durch intensive Benachrichtigsnutzung, das Display und regelmäßige Pulsmessung wird die Akkulaufzeit noch weiter reduziert.

Fazit

Wer die Informationen bequem ohne Smartphone abrufen möchte, kann bedenkenlos zum Mi Band 2 greifen. Wer auf das zusätzliche Display verzichten kann und eher eine noch dezentere und kleinere Mi Band Version haben möchte, ist mit der 1S Variante schon ziemlich gut bedient. Vom Funktionsumfang nehmen sich die beiden Versionen nichts. Einzig alleine das Display und der zusätzliche Bedienbutton machen das Upgrade zum Mi Band 2 aus. Auch der optische Herzfrequenzsensor macht einen etwas besseren Eindruck, als bei der 1S-Variante. Der Verschluss des Mi Band 2 hält allerdings nicht mehr ganz so gut, wie bei dem Vorgängermodell. Ob sich nun der Mehrpreis und das Upgrade lohnt ist schwer zu sagen. Gerade in Anbetracht des fast doppelten Preises. Das Display ist “Nice-To-Have”, kann aber weder Whats-App-Nachrichten anzeigen, oder sonstige weiterführende Informationen. Bei Sonnenlicht ist dieses auch nur noch schlecht ablesbar. Klar ist das Mi Band 2 eine Verbesserung zur 1S-Version. Allerdings fehlt irgendwie dieser “dadurch lohnt sich der Mehrpreis” – Effekt.

Wie ist eure Meinung zum Mi Band 2? Lohnt sich der Aufpreis und das Upgrade auf die neue Mi Band Version? Schreibt eure Meinung einfach als Kommentar unter diesen Beitrag! Ich bin gespannt!

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Hey! Ich bin Steffen, 28 Jahre und Autor dieses Beitrags. Hier einige Infos zu mir: Ich bin schon seit ich denken kann vom Sport fasziniert. Ich liebe außergewöhnliche Sportarten, die einem körperlich alles abverlangen und an meine Grenzen bringen. So stecke ich meine sportlichen Ziele immer wieder höher! Ich verbringe viel Zeit bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur – ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Ich liebe Hindernis- und Extremläufe. Im Jahr 2016 habe ich meinen ersten Marathon mit Hindernissen und ersten 100 km Marsch gefinisht. Ich fahre auch in meiner Freizeit viel Fahrrad, gehe viel laufen und mache seit knapp zwei Jahren Bodyweight-Training. Ich liebe es mich in der Natur (Berge, Seen) zu bewegen, um neue Orte und landschaftliche Highlights zu entdecken. Die Sommer-Monate verbringe ich meist auf dem Stand Up Paddling Board. Auf dem SUP-Board erkunde ich sportlich Flüsse, Seen und Kanäle rund um Hamburg. Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Hier fülle ich meine Energiereserven wieder auf, finde einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und entwickle neue Ideen für diese Seite und meine YouTube-Kanal (FitnessBox). Über Kommentare und Nachrichten von euch hier auf der Seite freue ich mich immer sehr!

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